Aachen - Es gilt das Prinzip der Wahrscheinlichkeitsrechnung

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Es gilt das Prinzip der Wahrscheinlichkeitsrechnung

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
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Kein Grund zur Panik: Alemannia fehlen die Tore und damit auch die Resultate, doch Sport-Geschäftsführer Erik Meijer glaubt an den platzenden Knoten. Foto: Uwe Anspach

Aachen. Nein, seinen Spielerpass habe er nicht mehr. „Und nebenbei”, sagt Erik Meijer, sei das „eine blöde Frage.” Alemannia Aachens Sport-Geschäftsführer, ehedem Stürmer, weiß natürlich, dass jetzt die Zahlen kommen, „wie lange hat der nicht mehr getroffen?”

270 Pflichtspiel-Minuten sind absolviert, ein Elfmeter-Tor ist Alemannia gelungen, erzielt vom Mittelfeldspieler Kevin Kratz. In der Liga ziert Aachen das Tabellenende, im DFB-Pokal war frühzeitig Schluss. Doch Meijer sieht die Lage „überhaupt nicht dramatisch. Wir haben zweieinhalb Spiele gut gespielt, wir machen nur die Tore nicht.”

Es gilt das Prinzip der Wahrscheinlichkeitsrechnung: Mit jeder Minute steigt die Chance, dass im Angriff der Knoten platzt. „Wir haben gute Stürmer, die werden auch wieder Tore schießen”, sagt Meijer und empfiehlt aus eigener Erfahrung: „Du musst jetzt noch fleißiger sein. Noch härter arbeiten. Dir nach dem Training noch ein paar Bälle auf den Schädel flanken lassen. Und die Dinge, die du nicht beherrschst, mal weglassen. Irgendwann wirst du belohnt, dann platzt der Knoten. Ich hoffe, schon am Freitag bei St. Pauli.”

Es gebe trotz drei Niederlagen zum Saisonstart „keinen Grund, Spannung aufzubauen”. Dass der Kader womöglich zu jung sei, „kann ich nicht mehr hören”: Erik Meijer verweist auf die „Achse, in der alle - wenn Anouar Hadouir noch dazukommt - über 25 sind. Da darf ich erwarten, dass am Ende auch was dabei herauskommt.”

Die verpassten zusätzlichen Einnahmen aus dem Pokalwettbewerb beeinflussen übrigens nicht die Gedankenspiele des Managers: „Alle Spinde in der Kabine sind belegt. Der Kader steht, da kommt keiner mehr dazu. Die, die jetzt da sind, müssen es richten. Und außerdem: Hartmann, Hadouir, Maek und Falkenberg haben wir ja praktisch noch nicht in Aktion gesehen. Wenn wir vollzählig sind, kann man rechts und links vielleicht auch mal was anderes im Spiel machen.”

Ladehemmung vor dem Tor, und auch andernorts läuft es nicht so richtig bei Alemannia: Knapp drei Stunden brauchten Kevin Kratz und Shervin Radjabali-Fardi am Sonntag in Karlsruhe, um das geforderte Ergebnis bei der Dopingkontrolle zu hinterlassen. Erik Meijer harrte so lange aus und nahm die beiden mit, als der Mannschaftsbus längst auf der Rückreise war.

Nur nicht nachlassen gilt auch auf dem Feld: „Wir müssen unseren Weg weitergehen”, sagt Meijer. „Wenn wir effektiver werden beim Endprodukt” - sprich Tor -, „dann sieht auch die Verpackung besser aus.”
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