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Erst in den Dom, dann auf den Tivoli

Von: Roman Sobierajski
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Allan Jepsen wechselt zur Alemannia. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Der erste Weg des 32-Jährigen in Aachen führte nicht auf den Tivoli, was man eigentlich erwarten könnte, wenn ein Fußballprofi zum Vorspielen bei Alemannia Aachen anreist. Nein, Allan Jepsen, ablösefreier Linksverteidiger vom dänischen Erstligisten Randers FC, ließ sich den Dom zeigen, um einen Eindruck von der Stadt zu bekommen.

Einen Eindruck von den fußballerischen Qualitäten des früheren HSV-Spielers konnte sich dann beim Training Sportdirektor Erik Meijer machen. „Die Bilanz hat sich ins Positive verschoben”, schilderte der 40-Jährige seine Eindrücke nach dem 90-minütigen Vortrag. Beim Spiel Fünf gegen Fünf erzielte der Linksfuß mit dem ersten Ballkontakt ein Tor, eine Volleyabnahme ging knapp am Winkel vorbei.

Wichtiger noch: Jepsen, der fehlerlos Deutsch spricht, nutzte sein Bewerbungs-Vorspiel um einen Vertrag, um seine potentiellen Kollegen auf dem Platz zu coachen. „Das könnte etwas längerfristiges werden. Jetzt werde ich nichts entscheiden, aber Donnerstag wäre doch ein schöner Tag für eine Verpflichtung, oder?”, erklärte Meijer.

Zumindest scheint der Däne in den zukünftig geltenden finanziellen Rahmen zu passen. „Nach heutigem Stand werden wir den Etat für die Lizenzspieler-Abteilung kräftig reduzieren, um die Infrastruktur weiter auszubauen. Daran führt kein Weg vorbei”, hatte Erik Meijer in einer Pressemitteilung erklärt, mit der die Alemannia am Mittwoch auf die Berichterstattung unserer Zeitung über finanzielle Engpässe reagierte. „Das ist definitiv, wir werden runterfahren”, sagte der Sportdirektor auf Nachfrage. Über die Höhe der Einsparungen könne er noch nichts Konkretes sagen, meinte Meijer weiter. Nach Informationen dieser Zeitung soll es sich aber um bis zu eine Million Euro handeln.

Zwei Möglichkeiten bleiben: Den ohnehin schon kleinen Profikader noch weiter zu stutzen, oder in die Vertragsverhandlungen mit reduzierten Gehaltsangeboten zu gehen. Der Weg, den Erik Meijer favorisiert: „Ich möchte in der nächsten Saison mit den Jungs weitermachen, die gerne hier sind. Das muss kein Nachteil werden”, meint Meijer. Ein Spieler, der erst in den Dom und dann in die Kabine geht, könnte ein Anfang sein.

Aimen Demai muss Training abbrechen

Aimen Demai musste am Mittwoch das Training vorzeitig beenden, weil er am hinteren rechten Oberschenkel ein Ziehen verspürte. Ob der 27-Jährige eine Zerrung oder einen Muskelfaserriss erlitten hat, soll eine Kernspin-Untersuchung klären.
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