Aachen - Erik Meijers Segeltörn schlägt hohe Wellen

Erik Meijers Segeltörn schlägt hohe Wellen

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
In der Kritik: Sportdirektor E
In der Kritik: Sportdirektor Erik Meijer. Foto: imago/Hartenfelser

Aachen. Zwei Spiele muss Alemannia Aachen auf seinen Abwehrspieler Seyi Olajengbesi verzichten. Das DFB-Sportgericht zog den Innenverteidiger wegen einer „Tätlichkeit in einem leichteren Fall” aus dem Verkehr. Der 31-Jährige war am Samstag gegen Paderborn nach einer Rangelei mit Markus Krösche vom Platz gestellt worden.

Strafmildernd erkannte das DFB-Sportgericht an, dass der Nigerianer vorher provoziert worden sei. Für Olajengbesi war es der zweite Platzverweis in seiner Karriere. Der Verein hat der Strafe zugestimmt. Der Innenverteidiger pausiert zwangsweise gegen Greuther Fürth und Union Berlin.

Unklar ist, wer genau dieser Strafe zugestimmt hat, denn der zuständige Chef der Abteilung Sport ist im Urlaub. Der Segeltörn von Erik Meijer in der Karibik schlägt auch in der Heimat ein paar Wellen. Eher kopfschüttelnd nahmen die Funktionäre dessen Abwesenheit beim Ligaspiel gegen Paderborn zur Kenntnis. „Es gibt Länderspielpausen und eine lange Sommerpause”, sagt ein Mitglied der Gremien. „Da muss man nicht in einer solchen Situation wegfahren.”

Formal sind Alemannias Geschäftsführer dem Aufsichtsrat unterstellt. Doch das Gremium kümmere sich selbstverständlich nicht um die Urlaubsscheine seiner führenden Mitarbeiter, teilt Meino Heyen mit. Dennoch will der Vorsitzende des Aufsichtsrats die Abwesenheit im Liga-Alltag auf die Tagesordnung setzen. „Das ist nicht sonderlich geschickt, wir müssen darüber reden”, kündigt er einen intensiveren Meinungsaustausch nach der Rückkehr Meijers in dieser Woche an.

Heyen steht mit seinem Vorstoß nicht alleine da. „Es gibt zu diesem Thema nur eine Meinung”, sagt auch Aufsichtsrat Horst Rambau. Die Herren sind wenig amüsiert über den Trip in einer Phase, in der die Weichen für die nächste Saison schon gestellt werden.

Rambau drückt es pauschal aus: „Generell finde ich es gut, wenn Chefs Leidenschaft und Hingabe ihren Mitarbeitern vorleben . . .”
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