Ein letztes Ziel für den Saison-Kehraus

Von: Roman Sobierajski
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Der Motivator an der Seitenlin
Der Motivator an der Seitenlinie: Auch Trainer Peter Hyballa musste sich wie sein junger Alemannia-Kader zunächst an die Zweite Bundesliga gewöhnen.

Aachen. Das Fazit fiel am Ende seiner ersten Saison als Profitrainer dann doch zumindest ein wenig nachdenklich aus. „Bei den richtigen Druckspielen wie gegen Eintracht Frankfurt und Mainz 05 im Pokal, da habe ich mit meinen Kabinenansprachen richtig gezündet”, stellt sich Aachens Trainer zunächst ein positives Selbstzeugnis aus.

„Aber bei einigen Spielen, wie zum Beispiel in Karlsruhe, da habe ich es zu kompliziert gemacht, wollte vielleicht zu viel von den Spielern und habe sie überfodert.” Einmal noch muss der 35-Jährige die richtigen Worte finden, um seine Mannschaft für den Saison-Kehraus gegen Arminia Bielefeld zu motivieren.

Kein leichtes Unterfangen angesichts der sportlichen Voraussetzungen: Die Ostwestfalen, vor zwei Spielzeiten noch in der Ersten Bundesliga zu Hause, steht schon seit drei Spieltagen als Absteiger in die Dritte Liga fest; Alemannia Aachen kommt selbst mit einem Sieg nicht mehr auf den anvisierten einstelligen Tabellenplatz. Bleibt noch eine letzte Motivationshilfe: „Wir wollen die 50 Punkte knacken. Der 50. Geburtstag von Oma oder Opa wird doch auch ganz groß gefeiert”, fordert Hyballa einen goldenen Abschluss. „Wir haben alle an Bord, die noch laufen können, und wir bereiten uns so vor, wie es eines Profikaders würdig ist: Die Mannschaft wird laufen, kämpfen, arbeiten. Wir hauen uns voll rein”, outet sich der 35-Jährige nicht gerade als Freund des lauen Sommerkicks.

„Den Klub wertvoller gemacht”

Zur Abteilung Lazarus gehört mit Sicherheit nicht Mirko Casper, der trotz Beschwerden wegen mangelnder Alternativen in Düsseldorf durchspielen musste und nun eine schwere Zerrung hat. Auch die muskulären Probleme von Shervin Radjabali-Fardi haben sich als hartnäckig herausgestellt; erst heute entscheidet sich, ob der Winterzugang auflaufen kann.

Obwohl unter dem Strich nur der Spitzenplatz in der unteren Hälfte der Tabelle zu Buche steht und auch mit einem Sieg kein Sprung im Ranking der TV-Gelder mehr möglich ist, reklamiert Hyballa andere Indikatoren als Beweis für eine zufriedenstellende Saison: „Wir hatten guten Chancen, am Ende auch Fünfter, Sechster oder Siebenter zu werden. Diese Chancen haben wir liegenlassen. Aber wir haben die Spieler wertvoller gemacht, wir haben die Mannschaft wertvoller gemacht, und wir haben den Klub wieder mit einem guten Image und offensivem Fußball wertvoller gemacht.”

Nur drei Wochen fußballfreie Zeit am Tivoli

Acht Spieler, die bei der Alemannia keinen Vertrag mehr erhalten, werden nach dem Abpfiff der letzten Partie auf dem Tivoli verabschiedet. Tolgay Arslan, der zum Hamburger SV zurückkehrt, Zoltan Stieber (nach Mainz) sowie Markus Daun, Nico Herzig, Thorsten Burkhardt, Thorsten Stuckmann, Thomas Unger und Thomas Zdebel erhalten einen Fotoband zu ihrer Zeit in Aachen.

Dem Spiel von außen folgen werden auch Thomas Stehle und David Hohs. Innenverteidiger Stehle muss seine zehnte Gelbe Karte absitzen, Torwart Hohs ist nach seiner Roten Karte in Düsseldorf für die letzte Saisonpartie gesperrt.

Andreas Korte, Kapitän der U23, hat am Freitag einen Einjahres-Vertrag als „local player” bei den Profis unterschrieben. Der 22-Jährige soll den Druck auf der linken Seite erhöhen.
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