Aachen/Larnaka - Die Verträge der drei Aachener Torhüter laufen aus

Die Verträge der drei Aachener Torhüter laufen aus

Von: Roman Sobierajski
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Fast 38 Jahre und immer noch Leistungssportler: Stephan Straub hofft auf den Anschlussvertrag bei Foto: Peter Aswendt

Aachen/Larnaka. Sie tragen die Rückennummern 1, 12 und 41 und sie eint, dass sie für die „Null” zuständig sind, indem sie die knapp 18 Quadratmeter, die ein Fußballtor umfasst, sauber halten. Aber Stephan Straub, Thorsten Stuckmann und David Hohs, die Torhüter der Alemannia, haben noch eine weitere Gemeinsamkeit.

Bei allen läuft der Vertrag zum Saisonende aus. Trotzdem könnte die Situation der Torhüter unterschiedlicher kaum sein.

Thorsten Stuckmann ist die unumstrittene Nummer eins, auch wenn er das Trikot mit der Nummer 12 trägt. Seit 33 Meisterschaftsspielen steht der 1,98-Meter-Mann ununterbrochen zwischen den Pfosten. Der 27-Jährige kam vom Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig an den Tivoli - und musste sich erst einmal gegen zwei Bundesliga-Torhüter durchsetzen. „Ich wollte mir selbst ein Jahr Zeit geben und mich durchbeißen. Das habe ich schneller geschafft als erhofft”, erinnert sich „Stucki” an seine Anfangszeit in Aachen.

Dass sein Vertrag - ebenso wie bei Straub und Hohs - bislang noch nicht verlängert wurde, hängt auch mit dem Wechsel des Sportdirektors zusammen. Eine Situation, die Stuckmann dennoch nicht nervös macht: „Ich fühle mich wohl hier, Aachen ist natürlich mein erster Ansprechpartner. Wenn der Verein mit mir reden will, bin ich da. Ich denke, dass bis Ende Februar alles grob geklärt sein wird”, blickt Aachens Stammtorwart in die Zukunft.

Stephan Straub, der die Rückennummer 1 trägt, ist die Nummer zwei im Torwart-Gefüge. Eine Rolle, die der 37-Jährige, dessen Karriereende nicht mehr ganz so weit in der Zukunft liegt, erst lernen musste. „Vor einem Jahr war ich von heute auf morgen draußen”, erinnert sich Straub. Beim 3:2-Sieg gegen den 1. FC Köln durfte der 37-Jährige zum letzten Mal ran, dann bekam Thorsten Stuckmann seine Chance - und flog gegen die TuS Koblenz vom Platz, Kristian Nicht wurde eingewechselt.

20 Jahre Profi-Dasein

Wieviel seitdem passiert ist, zeigt die Tatsache, dass nur noch Jerome Polenz, Matthias Lehmann und Cristian Fiel aus der Köln-Startformation noch im Kader sind. Stephan Straub, der in zwei Wochen 38 Jahre alt wird, hat den Hierarchie-Wechsel akzeptiert - und setzt sich dennoch persönliche Ziele: „Ich versuche weiter, meine sportliche Leistung zu bringen, damit ich da bin, wenn Not am Mann ist.” Das Karriereende ist für ihn kein festes Datum im Kalender, „dafür bin ich viel zu sehr bei der Sache, um mich damit zu beschäftigen”.

Wie soll es weitergehen? „Dankbarkeit gibt es in diesem Geschäft nicht, und ich erwarte auch keine”, meint Stephan Straub, der im achten Jahr für Aachen spielt. Mit Jörg Schmadtke war ausgemacht, im März über die Zukunft zu reden, eine Vereinbarung, die durch dessen Weggang Makulatur ist. „Einen neuen Vertrag bekomme ich, wenn die Leistung stimmt”, schätzt Straub nach 20 Jahren Profi-Dasein zwischen den Pfosten ein. „Ich habe keine Lust mehr, in der Dritten Liga oder der Regionalliga zu spielen und eine Fernbeziehung zu führen.”

Am anderen Ende des Torwart-Lebens steht David Hohs, „Dritter” der Profis und Stamm-Torwart der U23. Eine bequeme Rolle für den 20-Jährigen, der mit Bayer Leverkusen Deutscher A-Junioren-Meister wurde. „Mit der Rolle als Dritter ist man nie ganz zufrieden, aber jeder Torwart macht diese Phase durch”, meint Hohs und räumt ein, von Straub und Stuckmann noch zu lernen, was „Erfahrung, Auge und Stellungsspiel” angeht.

Aber die Rolle als derjenige aus dem Terzett, der nie auf dem Spielberichts-Bogen auftaucht, ist ja kein Schicksal. „Ich will nach oben”, lautet die Ansage. „Spielpraxis hole ich mir in der Zweiten Mannschaft, um irgendwann den Sprung zu den Profis zu schaffen”, ist das Ziel des 20-Jährigen. Und vielleicht verbindet der Einsatz bei den Amateuren Hohs am Ende der Saison mit der Nummer eins der Profis - wenn am Ende der Saison der Aufstieg stehen sollte.
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