Die Angst geht um am Tivoli

Von: Klaus Schmidt
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Aachen. Die erste Konsequenz aus diesem desillusionierenden Abend betraf dann auch die 2. Mannschaft.

Mit neun Spielern aus dem Profikader rollte die U 23 von Alemannia Aachen am Sonntag zur NRW-Liga-Partie bei Schwarz-Weiß Essen; Spieler, die nicht die großen Einsatzzeiten bei der 1:3-Pleite der „Ersten” gegen den FSV Frankfurt hatten.

Jetzt kommt die Gelegenheit - nachhaltig auf sich aufmerksam und Dampf zu machen. Dieser Freitagabend an der Krefelder Straße hat wohl auch dem Letzten beim Tabellenletzten die Augen geöffnet: In dieser Saison geht es nur ums Überleben in der 2. Liga.

Selbst Friedhelm Funkel, der nun einiges erlebt hat im Laufe seiner Karriere, wirkte nach dem zweiten Spiel unter seiner Regie entsetzt bis schockiert. „Das Nervenkostüm der Mannschaft ist nicht so gefestigt, dass sie einen Rückschlag wegsteckt”, musste der 57-Jährige erkennen.

Nach Frankfurts Ausgleich kippte Alemannia völlig aus den Latschen; Laufleistung und Pass-Sicherheit genügten wieder mal nicht den Mindestanforderungen.

Wie Funkel das Team da rausholen will? Nach zwei freien Tagen (Sonntag, Montag) wird ab Dienstag jeweils zweimal täglich „hart trainiert”; in seiner Ansprache ans Team am Morgen nach der Ernüchterung gegen Frankfurt kündigte der Coach an, dass er „noch genauer hinschauen” werde. Und Funkel wiederholte seine Überzeugung: „Wir werden da unten rauskommen.” Nach Verstärkungen in der Winterpause für diesen offensichtlich schlecht zusammengestellten Kader ruft Funkel (noch) nicht.

„Auf Gedeih und Verderb” lautet das Vereinsmotto - es droht der Verderb. Die Angst geht um am Tivoli. „Man merkt die Angst in der Mannschaft”, sagt Bas Sibum. „Die Fans haben Angst um den Verein”, sagt Kapitän Benny Auer. Mancher Anhänger weiß noch zu gut, wie es war vor 22 Jahren. Als der Klub am Ende für fast eine Dekade in der Drittklassigkeit verschwand.
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