Die Alemannia mit vielen Spitzenwerten

Von: mspw
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Verschworen Gemeinschaft: Der Tabellenzweite Alemannia Aachen, hier im Jubelkreis um Marcus Hoffmann, spielte bislang eine überzeugende Saison. Foto: Sport/Revierfoto

Aachen. Kaum sind die Weihnachtstage vorbei, fiebern viele Fans schon dem Restrundenstart der Fußball-Regionalliga entgegen.

Grund: Das Auftaktduell am Samstag, 7. Februar, 14 Uhr, zwischen dem Tabellenzweiten Alemannia Aachen und dem punktgleichen Spitzenreiter RW Essen (je 38 Zähler) elektrisiert die Anhänger beider Traditionsvereine, die sich 1953 sogar im DFB-Pokalfinale (2:1 für RWE in Düsseldorf) gegenüber standen.

Beim erneuten Aufeinandertreffen zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Weiss wird am Tivoli mit einem Rekordbesuch gerechnet.

Kurios: Die beiden ehemaligen Bundesligisten verabschiedeten sich mit der gleichen Bilanz (zehn Siege, acht Remis, nur eine Niederlage) in die Winterpause, nur die um vier Treffer bessere Tordifferenz spricht für Essen. Auf Platz drei lauert mit Borussia Mönchengladbach II (36 Punkte, aber ein Spiel weniger) eine Mannschaft, die wegen der Absage ihres Spiels in Rödinghausen die mögliche „Wintermeisterschaft“ verpasste.

Auch RWE-Fans sind die Nummer 1. Im Schnitt strömten in dieser Saison 9619 Fans pro Heimspiel an die Hafenstraße. Beim Derby gegen die SG Wattenscheid 09 (6:0) stellten die Rot-Weißen mit 14.415 Besuchern eine neue Bestmarke für die Regionalliga West in ihrer jetzigen Form auf, auch gegen Alemannia Aachen (1:1/12 097) gab es eine fünfstellige Kulisse.

Zuschauerboom: Die vierthöchste deutsche Spielklasse erlebt aber nicht nur dank RWE einen Zuschauerboom. Alemannia Aachen (7400) konnte seinen Zuschauerschnitt ebenfalls deutlich steigern. Gut besucht sind auch die Heimspiele des KFC Uerdingen 05 (2417) und Rot-Weiß Oberhausen (2290).

Keine Überraschung: Die meisten Niederlagen (jeweils zwölf) mussten die beiden Tabellenletzten FC Hennef 05 und Sportfreunde Siegen hinnehmen, die Spitzenreiter aus Essen und Aachen gingen dagegen nur einmal leer aus. Am häufigsten als Sieger verließ jedoch der Tabellendritte Borussia Mönchengladbach U 23 den Platz (elf Siege).

Drei „Remis-Könige“: Dass zahlreiche Unentschieden nicht unbedingt eine Spitzenplatzierung verhindern, beweisen die beiden Titelaspiranten aus Essen und Aachen. Mit jeweils bereits acht Punkteteilungen stellen sie gemeinsam mit den Sportfreunden Lotte die „Remis-Könige“ der Liga.

Abwehrstark: Kaum zu bezwingen ist Sebastian Lange, Stammtorhüter des SC Verl. Lediglich zwölfmal ließen die Ostwestfalen einen Gegentreffer zu, zehnmal spielte die Mannschaft von Trainer Andreas Golombek „zu Null“. Beides sind Bestwerte in dieser Saison. Am ehesten kann dabei noch Alemannia Aachen mit 13 Gegentreffern und acht Zu-Null-Spielen mithalten.

Auswärtsbilanz: Mit 21 Punkten aus zehn Partien ist Rot-Weiss Essen die erfolgreichste Auswärtsmannschaft der Liga.

Heimstark: Im eigenen Stadion war vor allem Alemannia Aachen mit 26 von 30 möglichen Punkten eine Macht. Die nächsten Plätze in der Heimtabelle belegen Viktoria Köln und die U 23 von Fortuna Düsseldorf (je 19).

Torjäger: Dicht gedrängte Spitzengruppe: Mit Fatih Candan (FC Viktoria Köln) und David Jansen (Rot-Weiß Oberhausen) führen zwei Stürmer von Spitzenmannschaften mit jeweils elf Treffern gemeinsam die Torschützenliste an. Aachens erfolgreichster Torschütze ist bislang Fabian Graudenz mit sieben Treffern. In den insgesamt 167 bisher absolvierten Spielen fielen 448 Tore, was einem Schnitt von 2,68 pro Spiel entspricht. 266 der 448 Treffer fielen erst in der zweiten Halbzeit.

„Dauerbrenner“: Die maximale Einsatzzeit von 1710 Minuten an den ersten 19 Spieltagen erreichten neun Spieler, darunter Marcus Hoffmann und Michael Lejan (beide Alemannia Aachen).

Siegesserien: Die längste Siegesserie legte Viktoria Köln zu Saisonbeginn mit sechs Dreiern hintereinander hin. Am längsten ohne Niederlage blieb Rot-Weiß Essen mit 13 erfolgreichen Spielen hintereinander vor Verfolger Alemannia Aachen (zwölf).

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