DFB-Pokal: Pflichtsieg mit Abwehrschwächen

Von: pa
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Alemannia Aachen hat die zweite Hauptrunde des DFB-Pokals mühe- und glanzlos erreicht: Die Schwarz-Gelben besiegten den Oberligisten Torgelower SV am Sonntag mit 4:1 (2:1).

Torgelow. Vor dem Spiel marschierte die örtliche Blaskapelle auf. Für die Musiker war eigens eine kleine Bühne auf dem Sportplatz aufgebaut worden, mit dem kleinen Nachteil, dass die vielen Menschen dahinter das Spiel nun nicht mehr verfolgen konnten.

Sie verpassten eine deutliche 1:4-Niederlage des Torgelower SV Greif gegen Alemannia Aachen.

„Ein Pflichtsieg, nicht mehr und nicht weniger”, urteilte Aachens Trainer über den aufwendigen Ausflug in die 35 Grad heiße Uckermark.

Nach fünf Minuten hatten die Gäste bereits vier Ecken eingesammelt. Müller flankte, und Szukala flog zum 1:0 heran. Nach fünf Minuten waren die Verhältnisse geklärt. Aber Goliath ließ den Muskelzuwachs bei David zu. Die Laufbereitschaft nahm abrupt ab, die Flügelspieler setzten sich nur allzu selten durch.

Torschütze ausgepumpt

Schon der schmächtige Fünftligist war in der Lage, Aachens Schwachstellen in der Zentrale aufzudecken. Die defensiven Mittelfeldspieler und Innenverteidiger ließen ausreichend große Lücken. Zudem nutzte der Oberligist die Konzentrationsmängel Szukalas.

Beim ersten Versuch lupfte Daniel Pankau den Ball noch übers Tor, ein paar Minuten später enteilte er Szukala erneut: Schöner Abschluss, 1:1 nach 35 Minuten, und der Torschütze lag erst einmal ausgepumpt vor seiner Trainerbank mit Kreislaufproblemen.

Von dort aus konnte er die wachsende Unzufriedenheit Jürgen Seebergers vernehmen, Aachens Trainer hatte genügend Stellungsfehler seines Torschützen gesehen und wechselte ihn knapp 60 Sekunden vor der Halbzeit aus. „Natürlich war das eine Auswechslung mit Symbolkraft. So konnten wir nicht weitermachen.”

Vorher durfte der Pole noch das 2:1 seiner Kollegen kurz mitfeiern. Nemeth hatte Auer den Treffer so fein aufgelegt wie ein Oberkellner dem Gast die Seezunge serviert. Aachens Sturmführer war zu diesem Zeitpunkt schon ein Opfer von Schiedsrichter Felix Zwayer, der einem klaren Treffer das Abseits-Etikett umhängte.

Pause, die Kapelle spielte wieder, und in der Kabine blies Seeberger den Marsch. Fast zur Unzeit erreicht den Trainer die Debatte, wer die Abwehrzentrale besetzen soll. In Torgelow rückte der Rechtsverteidiger Casper wieder ein, aber auch über Szukala brach Seeberger nicht den Stab. „Er hat alles, was ein Innenverteidiger für höhere Aufgaben braucht.” Das große ABER: „Er darf die Dinge nicht auf die leichte Schulter nehmen und sich so schnell verunsichern lassen.”

Seeberger wurde deutlich in der Pause. „Der Trainer musste dazwischen hauen, danach wurde es besser”, erinnerte sich Cristian Fiel. Der Kapitän trug dazu mit bei. Freistehend scheitert er am Torgelower Schlussmann Markiewicz, vor dem Nachschuss wurde er gefoult. Nemeth verwandelte den Strafstoß (55.). Die Gäste wechselten ihren afrikanischen Sturm Oussalé/Gueye ein. Oussalé traf mit einem satten Schuss zum 1:4 (73.), während Gueye seinen Premierentreffer versäumte.
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