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Der Tivoli auf einer Stufe mit dem Maracana-Stadion

Von: pa
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Die Würselener Torlinien-Technik von Goal Control ist durch die Fifa zertifiziert. Das Olympiateam aus Katar testet gegen Irland und Mazedonien. Foto: Grafik: Archiv

Aachen. Und dann kommt der Tivoli noch ganz groß raus. Auf der Fifa-Homepage taucht die Aachener Arena auf im Verbund mit dem weltbekannten Estádio do Maracanã. Diesen Ruhm hat der Tivoli der neuen Technik zu verdanken.

Der Fußball-Weltverband listet die Stadien auf, die bereits mit dem System Goal Control ausgestattet sind. Bei der WM wird die Technik der Würselener Firma Standard sein, in Deutschland hat der Tivoli noch ein Alleinstellungsmerkmal. Nur er hat das Fifa-Prüfsiegel.

Für das Unternehmen ist der Tivoli eine Art Forschungslabor. Welche Flugeigenschaften hat der WM-Ball Brazuca? Wie kann das empfindliche System auf unterschiedliche Lichtverhältnisse eingestellt werden? Geschäftsführer Dirk Broichhausen hält das System für so zuverlässig wie den Gezeitenwechsel. Wäre es am Samstag beim Pokalfinale in Berlin eingesetzt worden, wäre Borussia Dortmund zumindest in Führung gegangen. Aber dieser ignorierte Treffer von Mats Hummels hat nicht nur in der Liga das Interesse am technischen Fortschritt erhöht. Regelmäßig demonstriert Broichhausen in Aachen Klub- und Verbandsvertretern die Fertigkeiten bei der Torerkennung.

Diese Woche war eine osteuropäische Delegation vor Ort, das Olympiateam von Katar, das am Samstag und Dienstag jeweils um 19 Uhr Testspiele gegen Irland und Mazedonien am Tivoli absolviert, wird auf den Stand der Dinge gebracht. Am Samstag bekommt die Landesmutter Hannelore Kraft, Sympathisantin von Borussia Mönchengladbach, Informationen vor Ort aus erster Hand. Und am kommenden Mittwoch werden die Medien kollektiv vorab informiert, ehe die Expedition Brasilien für Goal Control beginnt.

Die Firma hat am Tivoli die Torlinien-Technik eingebaut, auch eine Form des Sponsorings. Ob Alemannia zum Beispiel gegen Verl oder Schalke II die Computer hochfahren darf, muss noch geklärt werden. Die Statuten geben dafür nichts her. Dennoch könnte der Klub von der Technik in absehbarer Zeit profitieren. Die Tivoli-Zertifizierung hat sich auch bis zum DFB herumgesprochen und ist ein gutes Argument, um Länderspiele der Frauen, der U 21 oder anderer Nachwuchs-Teams nach Aachen zu vergeben.

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