Demai und Polenz fallen lange aus: Was jetzt?

Von: Roman Sobierajski
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Alemannia Aachen / Jerome Polenz
Geballter Grell: Jérome Polenz ist schmächtig, aber ein robuster Zweikämpfer. Foto: imago/Hoch zwei

Aachen. Der Sieg gegen Heart of Midlothian ist für die Alemannia teuer erkauft: Jerome Polenz und Neuzugang Aimen Demai werden dem Verein verletzt in den nächsten acht bis zehn Wochen nicht zur Verfügung stehen. Polenz erlitt eine Verletzung am hinteren Kreuzband, Demai einen Teilabriss am Innenband.

„Die beiden haben in unseren Planungen eine wichtige Rolle gespielt, deshalb ist das keine einfache Situation für uns”, schätzt Sportdirektor Andreas Bornemann die Lage ein.

Bis Montag war noch keine Entscheidung gefallen, ob der Verein jetzt kurzfristig über die beiden bisherigen Wunschpositionen - Verstärkungen für Abwehr und Mittelfeld links - noch auf dem Transfermarkt aktiv werden wird.

„Uns fliegen die guten Spieler in dieser Phase der Saison auch nicht so einfach zu”, meint Cheftrainer Jürgen Seeberger. Der Doppelschlag reduziert den ohnehin schon kleinen Kader weiter. „Fällt ein Spieler komplett aus, ist es klar, dass man umgehend handeln muss, aber in einer solchen Situation wie der jetzigen, muss man schon genau überlegen, wie man vorgeht”, sagt der 44-Jährige.

Momentan sind von den 20 im Kader aufgeführten Feldspielern gerade einmal 15 (Nemeth ist ebenfalls noch verletzt) einsatzbereit.

Zwei Akteure der Zweiten Mannschaft wurden kurzfristig zu den Profis hochgezogen: Felix Schattner kann sämtliche defensiven Positionen spielen, Andreas Korte im Mittelfeld „ist ein Linksfuß”, meint Trainer Seeberger. „Er macht einen guten Eindruck, vielleicht kann er sich ja empfehlen.” Beide werden wohl mit ins Trainingslager nach Tirol reisen.

Sportdirektor Andreas Bornemann denkt nach der „verlustreichen Schlacht”, wie er den Test gegen Heart of Midlothian beschreibt, eher an „kreative Lösungen, kompensieren und überbrücken” als an die große Einkaufstour.

Der Satz „Wir werden den Markt bei den wenigen Dingen, die wir machen können, nach gewünschten Verstärkungen abklopfen” legt nicht die Vermutung nahe, als stünde von den drei Millionen Euro aus dem Holtby-Transfer ein dicker Batzen für sportliche Wünsche bereit.

Konkrete Zahlen werden nicht genannt oder bestätigt, der Sportdirektor bestreitet aber, dass ihm aktuell lediglich 200.000 Euro aus dem Millionen-Transfer zur Verfügung gestellt worden sind. „Es ist immer die Frage, wieviel bleibt für den Sport über. Geschäftsführer Frithjof Kraemer und ich beraten darüber. Allerdings schiebt das Projekt Stadionbau eine gewisse Bugwelle vor sich her.”

Auch die Aussage „Der Holtby-Transfer wird uns mit gewissem zeitlichen Verzug sportlich nach vorne bringen” klingt eher nach Abbezahlen des Nachwuchs-Leistungszentrums - um dann irgendwann die Früchte zu ernten.

Alemannia aktuell: Stuckmann - Casper, Szukala, Olajengbesi, Achenbach - Müller, Burkhardt, Fiel, Milchraum - Auer, Özgen Reserve: Hohs, Kratz, Lasnik, Daun, Junglas, Oussalé
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