Das Zwiebelportemonnaie ist leer

Von: Christoph Pauli
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Aachen. Die Expedition ins Trainingslager reist am Freitagmorgen um 8.30 Uhr ab. Alemannia zieht es für eine Woche in die Berge zum Walchsee. Unterwegs steht am Samstag um 14 Uhr in St. Wendel noch ein kleines Testspiel gegen den neuen Drittligisten 1. FC Saarbrücken an.

35 Leute zieht es nach Österreich. Ein Athletiktrainer ist nicht dabei. Matthias Schiffers ist abgewandert zu Jürgen Seeberger und VfB Stuttgart II. „Wir wollen erst einmal sehen, ob wir ohne einen solchen Trainer klarkommen und das Geld einsparen können”, sagt Erik Meijer.

Geld einsparen ist ein großes Thema für ihn geworden. Sein Etat ist um stolze 1,4 Millionen Euro, 20 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr reduziert worden. „Das ist die harte Realität und die Quittung für ein sportlich schlechtes Jahr”, sagt der Limburger. Ohnehin war der Sportdirektor nur mit einem „Zwiebelportemonnaie” unterwegs. „Und das ist jetzt leer.” So mancher Transfer ist in den letzten Wochen dann auch geplatzt - aus finanziellen Gründen.

Die Fahndung nach weiteren Spielern ist eingestellt - bis auf eine Position: „Wir suchen noch einen Stürmer, der neben Benny Auer oder statt Benny Auer spielen kann”, sagt Meijer. Finanziert werden soll der Angreifer dann wohl über „externe” Geldgeber. Eine konkrete Idee kursiert nicht. „Der Markt gibt derzeit nichts her. Man muss Geduld haben”, sagt Meijer, der auch nicht sonderlich beunruhigt ist, dass der letzte Neuzugang das Trainingslager verpasst. „Dann hält er sich eben bei einem anderen Verein fit, wir haben noch bis zum 30. August Zeit.”

Statt des erhofften Neuzugangs reisen jetzt die drei U-23-Spieler Robert Wilschrey (21), Daniel Engelbrecht (19) und Narciso Lubasa (21) mit ins Trainingslager. „Das ist eine Belohnung für ihre Leistung in der letzten Saison.” Die angeschlagenen Timo Achenbach, Kevin Kratz und Florian Müller klettern in den Bus, ebenso wie Thorsten Burkhardt, der nach monatelanger Pause (Syndesmosebandriss) Mitte der Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen soll.

Die schlechte Nachricht am Ende: Für Abwehrchef Seyi Olajangbesi (ebenfalls Syndesmosebandriss) reicht es nicht: Er bleibt in Aachen.
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