bullyparade kino freisteller bully herbig tramitz kavanian

Das Saisonziel ist wieder greifbar

Von: Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:
Kollektiver Jubel nach  dem Si
Kollektiver Jubel nach dem Sieg über den FC Augsburg, am Freitag will die Alemannia gegen Rot-Weiß Oberhausen drei Punkte nachlegen. Foto: imago/Krieger

Aachen. Ein Sieg gegen einen der Großen der Zweitliga-Zunft und dann auch noch in dessen eigenem Stadion. Das hat erkennbar Ruhe in die Alemannia-Saison gebracht, die auf ihre letzten drei Etappen zusteuert. „Es ist viel passiert in dieser Woche, aber der Sieg in Augsburg hat auch einiges gebracht”, räumt Aachens Trainer Peter Hyballa ein.

Mit „deutscher Mentalität” habe seine Mannschaft den Vorsprung in Augsburg über die Zeit gebracht, „mit Kampfbereitschaft und Einsatz”.

Am Freitagabend, wenn sich der Vorletzte der Zweitliga-Tabelle am Tivoli vorstellt, erwartet der 35-Jährige allerdings eine ganz andere Partie als gegen den bayrischen Aufstiegs-Kandidaten. „Für Oberhausen geht es ums nackte Überleben”, schätzt Hyballa die Ausgangslage der „Malocher-Mannschaft” aus dem Ruhrgebiet ein. Eigentlich war schon Hängen im Schacht für das Team von Trainer Theo Schneider, doch vier Punkte aus den letzten beiden Begegnungen, zuletzt ein 2:1-Sieg über den ebenfalls abstiegsbedrohten Karlsruher SC, haben wieder Hoffnungen geweckt und die Lichter beim RWO noch einmal aufglimmen lassen.

Doch um das Projekt Klassenerhalt noch Wirklichkeit werden zu lassen, müssten die Oberhausener schon drei Punkte vom Tivoli entführen, ein Kunststück, das zum letzten Mal in der Saison 1951/52 gelang. „Trotzdem wird Oberhausen nicht so offensiv nach vorne spielen, wie das der FC Augsburg gemacht hat”, sieht der 35-Jährige einen Gegner kommen, der die Alemannia eher in der eigenen Hälfte erwartet. „Wir werden voll draufgehen und unsere gewohnte spielerische Struktur zeigen”, kündigt Aachens Trainer an. Nicht nur mit Blick auf die noch verbliebenen drei Partien gegen Westgegner ­ vor dem letzten Saisonspiel gegen Bielefeld führt der Weg die Alemannia nach Düsseldorf , sondern auch schon mit dem Fokus auf die kommende Spielzeit. „Dass wir in dieser Saison einen der Großen schlagen, war nur eine Frage der Zeit, aber das wird in der nächsten Saison öfter vorkommen.”

Der Sieg über den Tabellenzweiten war allerdings nicht nur gut für das eigene Selbstbewusstsein, er hat auch das gesteckte Saisonziel ­ 50 Punkte und ein einstelliger Tabellenplatz ­ wieder in greifbare Nähe rücken lassen, zumal 1860 München, mit zwei Punkten Vorsprung der große Konkurrent um die Höhe der Zuweisung der Fernsehgelder, beim Aufsteiger Hertha BSC antreten muss.

Mit diesem Ziel vor Augen lässt sich dann auch leichter wieder die Friedenspfeife rauchen, nachdem sich die Mannschaft in der vergangenen Woche gegen die Suspendierung von Demai und Stuckmann zur Wehr gesetzt hatte. „Das war kein Krach, das war höchstens ein Krächlein”, schätzt der 35-Jährige den Widerstand der Spieler ein. Reibereien ließen sich im Verlauf einer langen Saison nicht vermeiden, so Hyballa, „Trainer und Mannschaft sind 320 Tage im Jahr zusammen”. Zweifel, als zweiter Sieger aus der Auseinandersetzung hervorgehen zu können, scheinen Aachens Trainer nicht zu plagen. „Hyballa-Mannschaften sind immer absolut diszipliniert. Wir haben uns jetzt alle wieder lieb.”

Mike Terranova sitzt die fünfte Gelbe Karte ab

Oberhausens Trainer Theo Schneider und Peter Hyballa haben drei Jahre lang Tür an Tür gearbeitet: Während der frühere RWO-Spieler Schneider für die U.23 von Borussia Dortmund verantwortlich war, trainierte Aachens Coach die U.19. „Ich habe immer versucht, meine Spieler so schnell wie möglich hochzubringen, damit sie dann in der U.23 einen ganz anderen Trainertypen kennenlernen”, erzählt der 35-Jährige.

Auf dem Tivoli drei Punkte mitzunehmen, dürfte durch den Ausfall von Mike Terranova nicht erleichtert werden. Der RWO-Toptorjäger sitzt seine fünfte Gelbe Karte ab. Die Torausbeute ist das große Manko der Oberhausener, die mit 28 Saisontreffern nur von Bielefeld und Paderborn unterboten werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert