Boy Waterman im Tor der Alemannia

Von: Christoph Pauli
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Demnächst im Trikot von Alema
Demnächst im Trikot von Alemannia Aachen? Torwart Boy Waterman steht vor dem Wechsel an den Tivoli. Foto: imago/VI Images

Aachen. Noch im Flughafen von Miami meldeten sich die hartnäckigen Verfolger: Schließlich überzeugte Alemannias Manager Erik Meijer Boy Waterman doch noch, den Urlaub abzubrechen und nach Aachen zu kommen.

Das Ergebnis war am Montagmorgen auf dem Traininsplatz zu sehen: Der Keeper nahm die Arbeit auf, nachdem er für zwei Jahre am Tivoli unterschrieben hatte. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir einen Stammspieler der ersten holländischen Liga für uns gewinnen können”, sagt Meijer. „Wir haben ihn überzeugt mit unserer Arbeit, mit unseren Ideen.” Der finanzielle Anreiz sei nicht ausschlaggebend gewesen.

Die Daten des Torwarts im Schnelldurchlauf: 27 Jahre, 1,88 Meter groß, 91 Erstligaspiele, 15 Einsätze im Europapokal. So ein Spieler kommt nicht nach Aachen, um sich dort brav hintenanzustellen. Platzhirsch David Hohs hat nicht mehr ganz unerwartet einen Herausforderer, der schon durchaus Erfolge in der freien Wildbahn verzeichnet hat. Für Meijer gehört Waterman unverändert zu den fünf besten Torleuten seines Heimatlandes.

„Wenn er Leistung bringt in der Vorbereitung, wird sich die Qualität zeigen.” Meijer geht davon aus, dass sein Landsmann „alle 34 Spiele” macht. Die Trainer äußern sich noch zurückhaltend. „Wir freuen uns auf einen verschärften Konkurrenzkampf”, sagt Peter Hyballa. „Auch David wird dadurch besser.” Der Trainer will die Torwart-Reihenfolge erst in ein paar Wochen festlegen. Noch hat der Neuzugang, der ablösefrei von AZ Alkmaar (zuletzt ausgeliehen an De Graafschap) wechselt, keinen Ball gehalten, da zeichnet sich schon ab, dass der Mann mit der Rückennummer 12 die neue Nummer 1 am Tivoli wird, obwohl Hohs über weite Strecken eine sehr imponierende Premierensaison gespielt hat.

Für Meijer sind die Planungen vorerst abgeschlossen. „Der Vorteil des Frühstarts ist es, dass wir noch lange reagieren können. Wir können immer noch nachjustieren.”

Peter Hyballa wünscht sich unverändert einen „guten Innenverteidiger, dort lag in der letzten Saison unser Problem”. Der Wunschzettel wird zunächst auf Wiedervorlage gelegt. Bis Ende August kann der Klub noch reagieren, und ein „kleines Geldsäckchen” hat Meijer nach dem jüngsten Transfer von Marco Höger auch noch ausgemacht auf dem Konto.

Wenig Losglück hatte der zuletzt von der Sonne im Pokal verwöhnte Klub bei der aktuellen Auslosung der ersten DFB-Hauptrunde. Das Team muss am letzten Juli-Wochenende zum Karlsruher SC, fast die schwerste aller möglichen Optionen.

Hyballa hadert kaum mit der kniffligen Aufgabe. „Wenn wir was erreichen wollen, müssen wir sie schlagen. Dieses Los schärft gleich die Sinne. Den Karlsruher SC kann niemand unterschätzen.”
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