Larnaka - Bornemann: „Vertragsgespräche wird es nicht geben”

Bornemann: „Vertragsgespräche wird es nicht geben”

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Gespräch auf Zypern: Manager Andreas Bornemann trifft Alemannias Sorgenkind Reiner Plaßhenrich. Foto: Roman Sobierajski

Larnaka. Offiziell ist Andreas Bornemann seit dem 1. Januar Sportdirektor von Alemannia Aachen. Am Rande des ersten Trainings auf Zypern stand der 37-Jährige Rede und Antwort.

Wie sind Ihre ersten Eindrücke?

Bornemann: Es gab hier einige Anlaufschwierigkeiten organisatorischer Art, aber alles in überschaubarem Rahmen. Das ist nicht so gravierend. Die Hauptsache ist: Das Wetter, die Trainingsplätze und das Essen stimmen.

Was kann man denn unter gravierend fassen?

Bornemann: Wir haben mit Reiner Plaßhenrich und Thomas Stehle zwei zentrale Ausfälle in der Mannschaft. Dazu kommt als Wermutstropfen der grippebedingte Ausfall von Jochen Seitz. Das ist alles andere als optimal.

Angesichts der vielen auslaufenden Verträge steht die Mannschaft eventuell vor einem großen Umbruch. Was ist der Schwerpunkt Ihrer Arbeit hier im Trainingslager?

Bornemann: Hier geht es um die konzentrierte Vorbereitung auf die Rückrunde. Sicherlich werde ich mit dem einen oder anderen Spieler sprechen. Aber konkrete Vertragsgespräche wird es hier nicht geben.

Es gibt zwei generelle Vorgehensweisen: Man kann zuerst mit einem Trainer verlängern und dann die Mannschaft nach seinen Vorstellungen zusammenstellen, oder man stellt einem Trainer einen Kader zur Verfügung, mit dem er dann arbeiten soll. Wie sieht Ihr Weg aus?

Bornemann: Im Idealfall stellt man das Team mit den maßgeblichen Leuten zusammen, die mit den Spielern auf dem Platz stehen, und bereitet die neue Saison vor.

Klingt wie Einvernehmen und Verlängerung mit Jürgen Seeberger.

Bornemann: Warum auch nicht?

Das war jetzt eine rhetorische Frage, darauf müssen wir keine Antwort geben, oder?

Bornemann: Ich verstehe nicht, warum es immer so rüberkam, dass der Trainer auf dem Prüfstand steht. Ich schaue mir in Ruhe an, wo es passt und wo es hakt, daraus werden dann die Handlungen abgeleitet.

Sie haben bereits die beiden Ausfälle Plaßhenrich und Stehle angesprochen. Sind weitere Neuverpflichtungen nicht unabdingbar?

Bornemann: Über allem steht, ob man Handlungsbedarf sieht. Der Kader war auch in der Hinrunde nicht größer. Casper und Vukovic haben nach ihrer Leidenszeit nun die Möglichkeit, bestehende Lücken zu schließen. Mit Jochen Seitz haben wir nun die gewünschte Alternative für die rechte Seite. Andere Lücken zu schließen, unterliegt auch wirtschaftlichen Zwängen. Die Berufsgenossenschaft übernimmt bei verletzten Spielern ab einem gewissen Zeitpunkt die Gehaltszahlungen. In Höhe der eingesparten Gehälter stünden Mittel zur Verfügung, aber nicht darüber hinaus.

Inwieweit werden die Planungen durch die Unsicherheit beeinflusst, wie lange der Verein noch Ihren Vorgänger Jörg Schmadtke auf der Gehaltsliste hat?

Bornemann: Das ist eine Angelegenheit von Geschäftsführer Frithjof Kraemer.

Der SC Freiburg steht für eine spielstarke Mannschaft, die schnellen Kombinations-Fußball spielen kann. Wie sieht Ihre Philosophie aus?

Bornemann: In Freiburg lief der Entwicklungs-Prozess über mehrere Jahre. Generell sollte man sich über die Spielidee mit dem Trainer verständigen, gemeinsame Ideen und Auffassungen entwickeln und danach die Mannschaft zusammenstellen - eine Mannschaft, die es schafft, die Idee umzusetzen, die vom Trainer vorgegeben wird.

Wann wären Sie mit diesem Trainingslager zufrieden?

Bornemann: Wenn möglichst viele Spieler alle Einheiten absolvieren können und wir wenig Ausfälle haben. Parallel dazu möchte ich natürlich so viele Eindrücke wie möglich gewinnen.
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