Bornemann: „Die Entscheidung trifft die sportliche Leitung”

Von: Christoph Pauli
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Andreas Bornemann. Foto: imago/Sportnah

Aachen. Vorübergehend ist der Aachener Fußballklub nun ein Debattierklub. Am Mittwochabend trafen sich die Aufsichtsräte Wilhelm-Josef Hilgers und Jürgen Linden mit Geschäftsführer Frithjof Kraemer und Manager Andreas Bornemann, am Tag darauf saßen Kraemer und Bornemann mit dem Mannschaftsrat zusammen, in dem Kapitän (Fiel) und Vize-Kapitän (Stuckmann) entschuldigt fehlten.

Es waren konstruktive, teilweise auch emotionale Gespräche bestätigten die Teilnehmer, nur ein Ergebnis lässt noch auf sich warten. Natürlich kreist die Debatte um den Trainer Jürgen Seeberger. Hat er noch eine Zukunft in Aachen?

Bornemann sagt, er bevorzuge eine Politik der ruhigen Hand. Er findet, dass genug Leute „aufgeregt” bei diesem Thema seien. Die Gespräche werden ausgewertet, wieder kommen die Herren zusammen zur finalen Analyse. „Und dann werden wir eine Entscheidung haben, die wir zeitnah veröffentlichen”, sagt Bornemann.

Er lässt keine Zweifel, wer die sportliche Entscheidung in diesem Verein trifft. „Die Entscheidungshoheit liegt bei der sportlichen Leitung und beim Geschäftsführer.” Ende der Durchsage. Der Aufsichtsrat ist da außen vor, und auch das gewünschte Gespräch des Gremiums mit den Spielern wird es nicht geben. Stattdessen werden Kraemer und Bornemann berichten.

Rückblende: Als erste Amtshandlung hatte der neue Manager im Januar den Vertrag des Trainers verlängert, auch um die Situation zu beruhigen. Das ist ihm nie gelungen. In der Öffentlichkeit ist Bornemann nie als kritischer Geist gegenüber seinem Trainer aufgefallen. „Den Trainer zu schützen” sei erste Manager-Pflicht sagt er, „dass ist aber keine Nibelungentreue. Natürlich sind wir im Binnenverhältnis nicht kritiklos.”

Die sportliche Saison-Analyse fällt eher positiv für Trainer und Team aus. Die Auftritte in der Ferne seien in Ordnung gewesen, die Pflichtaufgabe Frankfurt sei erledigt worden. Grausamer Ausreißer sei nur die Premierenpartie gegen St. Pauli. Saisonübergreifend macht er eine gute Entwicklung der Mannschaft aus.

Und dann erinnert Bornemann noch einmal daran, dass die Abteilung Sport ihr finanzielles Scherflein für das schmucke neue Stadion beitragen müsse. Der beste Spieler der Rückrunde sei verkauft worden, aber nur eine Teil der Einnahmen aus dem Holtby-Transfer seien wieder in der Abteilung gelandet.

Für ihn ist die aktuelle Debatte zu aufgebauscht, er registriert das „Trommeln und die Diskussionen”: „Das ist unbestritten eine schwierige Situation.” Aber er macht nicht den Eindruck, dass es eine Situation ist, in der unbestritten personell etwas geändert werden muss. „Wenn Vereine wie Aachen dahin kommen möchten, wo sich einordnen, brauchen sie Kontinuität. Viele Trainer zu verschleißen, ist nicht zielführend.”
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