Bleibt Alemannia in der Erfolgsspur?

Von: pa
Letzte Aktualisierung:
6716201.jpg
Trendforscher: Peter Schubert und Reiner Plaßhenrich hoffen auf ein Ende der Berg- und Talfahrt ihrer Mannschaft. Foto: sport/Revierfoto

Aachen. Kurz vor der Saison schaute Schalke 04 am Tivoli vorbei. 6679 Zuschauer beobachteten ein ziemlich eindeutiges 1:6 zwischen dem Viert- und Erstligisten. Am letzten Spieltag der Hinrunde in der Regionalliga schließt sich ein bisschen der Kreis.

Wieder erwartet Alemannia den FC Schalke 04, indes nur die Zweitvertretung. Ein 1:6 ist da nicht zu befürchten. Aachen ist gerade gut unterwegs, seit drei Spieltagen ungeschlagen.

Überrascht vom Saisonverlauf ist Trainer Peter Schubert vielleicht schon, erschüttert sicher nicht. „Dass es anstrengend werden wird mit einer komplett neuen Mannschaft, war klar“, bilanziert er fast am Ende der Hinrunde. Dass die Berg- und Talfahrt so wild werden würde, „davon sind wir nicht ausgegangen“.

Dem Team fehlte über weite Strecken die Balance und damit Stabilität. „Die haben wir erst zum Ende der Hinrunde erreicht.“ Noch wagt der Trendforscher nicht zu prophezeien, ob es sich um die dauerhafte Schubumkehr handelt. „Es hat den Anschein“, sagt er vorsichtig. So langsam habe sich eine Hierarchie gebildet, das Fundament ist gelegt. Seine Formation hat er zuletzt nur noch punktuell geändert.

In der anstehenden Pause wäre Gelegenheit nachzujustieren. Das setzt finanzielle Möglichkeiten voraus, die Schubert bislang nicht kennt. Nicht alle Profis haben am neuen Standort überzeugt. „Es gibt noch den ein oder anderen, der sein Potenzial nicht ausgeschöpft hat.“ Und vielleicht gebe es auch Spieler, die „sich mit dem Gedanken tragen“, den Tivoli vorzeitig im Winter zu verlassen.

Vor solchen möglichen personellen Rochaden stehen noch die letzten beiden Heimspiele eines turbulenten Jahres. Das Team wirkt gefestigter, hat inzwischen in der Defensive die Enden festgezurrt. „Zunehmend können wir unsere Offensivstärke jetzt entwickeln.“ Dieses 3:0 in Wattenscheid wird gleich als Kantersieg der sturmschwachen Aachener verbucht.

Die Partie heute ist auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Vor der Saison sind einige Aachener Spieler übergelaufen zum Team von Trainer Bernhard Trares und Kapitän Oliver Caillas, die ebenfalls eine Vergangenheit am Tivoli haben. Dario Schumacher wechselte von Schwarz-Gelb zu Blau-Weiß. Und auch Robert Leipertz, der bei Alemannia zudem noch eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann absolvierte, ging weg, obwohl er dem Absteiger mündlich schon zugesagt hatte.

„Wir hätten ihn sehr gerne hier behalten“, sagt Schubert heute noch. Leipertz ist mit zehn Treffern einer der führenden Torjäger in der Regionalliga. Dessen Torgefahr hat sich bis zur Ersten Mannschaft herumgesprochen. Leipertz trainiert regelmäßig dort mit, auch wenn es zu einem Platz im Bundesliga-Kader noch nicht gereicht hat.

Heute wird der Angreifer auf alte Kameraden treffen, die zumindest vorübergehend anders unterwegs sind als zu seiner Zeit in Aachen: nämlich selbstbewusst.

Mögliche Aufstellung:

Löhe - Schumacher, Ajani, Opper, Stevens - Marquet, Neppe, Lejan, Strujic - Garcia, Krasniqi

Bilanz: Premiere

Schiedsrichter: Fabian Maibaum (Hagen)

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert