Aachen - Auch Erb darf Alemannia wieder verlassen

Auch Erb darf Alemannia wieder verlassen

Von: Klaus Schmidt
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Hoffnungen, die sich nicht erf
Hoffnungen, die sich nicht erfüllt haben: Mario Erb. Foto: imago/Kolvenbach

Aachen. Wie in jedem Jahr hat Erik Meijer ein Los der niederländischen Weihnachts-Lotterie gekauft. „Zehn Euro habe ich mal gewonnen”, sagt der Manager von Alemannia Aachen. Vermutlich würde er auch eine größere Ausschüttung kaum in den Klub investieren, der in der Winterpause personell manches verändern möchte.

Ansprechpartner für den Geschäftsführer Sport ist wie in jeder Transferperiode der Kaufmännische Geschäftsführer Frithjof Kraemer; Meijers Fragen lauten auch diesmal: „Was geht eigentlich? Wieviel können wir ins Risiko gehen?”

Der Sportdirektor ist bemüht, zumindest etwas finanziellen Spielraum zu eröffnen: Inzwischen dürfen fünf Kicker - die nicht zu den Spitzenverdienern gehören - den Tivoli vorzeitig verlassen und ihr Glück woanders versuchen. Nach Jonas Strifler, Fabian Bäcker, Lennart Hartmann und Narciso Lubasa erhielt auch Mario Erb das Signal. Unterschied zu den Kollegen: Der 21-Jährige suchte selbst das Gespräch mit der Sportlichen Leitung. „Mario wollte wissen, wo er steht, was seine Perspektiven sind”, berichtet Meijer. Der zeigte auf: Seyi Olajengbesi und Tobias Feisthammel sind in der Innenverteidigung gesetzt, „hinter Thomas Stehle kämpfen Mirko Casper und Du um die Nummer vier. Das ist weit weg von der Möglichkeit, dass Du zum Spielen kommst.” Klare Ansage ohne Augenwischerei, Erb hatte das gehört, was zuvor unausgesprochen im Raum stand.

Im Sommer war der Münchner von Bayerns U 23 nach Aachen gewechselt; Erik Meijer übt auch etwas Selbstkritik, wenn er die Entwicklung des ehemaligen U 20-Nationalspielers zusammenfasst. „Wir haben Mario anfangs noch unter Peter Hyballa vielleicht zu sehr auf der rechten Defensivposition vergewaltigt. Als dann Friedhelm Funkel kam, war Mario verletzt und fehlte zehn Tage.” Olajengbesi und Feisthammel spielten sich fest, es blieb für Erb bei sechs Zweitliga-Einsätzen an den ersten sechs Spieltagen.

Zu den Kandidaten, die als Winter-Verstärkungen gehandelt werden (Zoltan Stieber, Albert Streit), hat Meijer noch keinen Kontakt aufgenommen. Bekannt ist Friedhelm Funkels Faible vor allem für Streit, „mit dem ich in Frankfurt zwei Jahre sehr erfolgreich zusammengearbeitet habe. Ich schätze ihn.” Der Ex-Schalker wohnt in Köln, hält sich bei NRW-Ligist Viktoria fit. Meijer denkt laut: „Er kann ja ab 5., 6. Januar bei uns trainieren, das ist vielleicht eine Möglichkeit” - der ersten Annäherung.
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