Aachen - Arbeitsgericht: Vorerst kein Urteil im Fall Kraemer

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Arbeitsgericht: Vorerst kein Urteil im Fall Kraemer

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
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Im Fall Kraemer gibt es vorerst kein Urteil. Foto: Jaspers

Aachen. Noch vor Ostern sollte der Arbeitsgerichtsprozess beendet sein, den Frithjof Kraemer vor der Kammer für Handelssachen gegen Alemannia Aachen angestrengt hatte. Für Mittwoch war ein Urteil geplant, der Termin ist mindestens auf den 23. Mai verschoben.

Zum einen ist der zuständige Richter erkrankt, zum anderen haben die Anwälte der Parteien um eine Verschiebung wegen laufender Vergleichsverhandlungen gebeten, so dass auch der spätere Termin überflüssig werden könnte.

Die Verschiebung ist zumindest eine Überraschung, denn zuletzt beharkten sich die Juristen vor Gericht wie Platzhirsche mit verkeilten Geweihen. Eine Einigung wurde bislang ausgeschlossen. Bewegung ist in den Fall geraten, weil sich parallel zum Arbeitsgerichtsverfahren, bei dem Kraemer 250.000 Euro für Lohn- und Prämienzahlungen erstreiten will, noch ein ziviles Verfahren zusammenbraut. Alemannia hat den Schaden, den Kraemer verursacht haben soll, auf 20 Millionen Euro errechnet, wie Johannes Delheid vor ein paar Wochen mitgeteilt hat.

Kündigung bleibt bestehen

Der Aachener Anwalt vertritt Alemannia in beiden Verfahren gegen Kraemer. Die causa soll nun nach Möglichkeit im Paket erledigt werden. „Wir streben einen Gesamtvergleich an, der alles umfasst“, sagt Delheid. Alemannia weigert sich aber nach Informationen unserer Zeitung, die fristlose Kündigung für den ehemaligen Geschäftsführer zurückzunehmen. Die Parteien versuchen dennoch hinter den Kulissen, einen jahrelangen Prozess zu vermeiden. „Wir sind dabei, eine vernünftige Lösung zu finden“, sagt Delheid.

Konkreter will er in dieser Phase nicht werden. Er will auch nicht kommentieren, ob der Verein Kraemers Haftpflichtversicherung in Anspruch nehmen kann. Eine Einigung mit Kraemer, gegen den unverändert die Staatsanwaltschaft Köln wegen Betrugs ermittelt, setzt wohl die Zahlung einer nennenswerten Summe voraus. Das Geld würde in eine Zweckgesellschaft fließen, die am Ende von Alemannias Insolvenzverfahren gegründet würde. Profitieren würden davon die Gläubiger, die insgesamt fast 70 Millionen Euro verloren haben.

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