Aachen - Alemannias Trainer-Duo: „Wir werden Hand in Hand arbeiten“

Alemannias Trainer-Duo: „Wir werden Hand in Hand arbeiten“

Von: Klaus Schmidt
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Gesprächsbedarf gibt‘s genug: Alemannias neuer Trainer Peter Schubert (links) und sein Assistent Reiner Plaßhenrich. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Der bisherige Chefcoach, René van Eck, kam noch einmal vorbei, um ein paar Dinge am Tivoli zu regeln. Das neue Trainer-Duo, Peter Schubert und Assistent Reiner Plaßhenrich, blickte unterdessen im Interview voraus – auf die anstehende Aufgabe, Alemannia Aachen sportlich wieder flott zu machen.

Konnten Sie in den letzten Tagen schon eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Manager Uwe Scherr entwickeln?

Schubert: Ja. Wir arbeiten an der Kaderzusammenstellung und haben schnell festgestellt, dass wir die gleichen Ideen verfolgen. Unsere Differenzen sind ausgeräumt. Und ich habe stets gesagt, dass ich gerne hierbleiben würde. Wir schauen jetzt nach vorne und wollen etwas entwickeln, woran man Spaß und Freude hat.

Warum haben Sie das Angebot angenommen?

Schubert: Ich bin von der Sache überzeugt. Es ist eine große Herausforderung, die Basis für die Zukunft zu legen. Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass ich Reiner an meiner Seite habe. Ohne ihn hätte ich Nein gesagt.

Plaßhenrich: Ich habe ja schon mehrfach in der Vergangenheit gesagt, dass ich dem Verein, der mir so viel gegeben hat, etwas zurückgeben möchte. Wir wollen jetzt den Negativtrend der letzten Jahre stoppen und sportlich wieder Schlagzeilen schreiben.

Wie sahen die ersten Tage seit Ihrer Berufung aus?

Schubert: Viel telefonieren, sehr viel. Gespräche führen, Fahrten unternehmen.

Welche Ideen verfolgen Sie?

Schubert: Jeder Spieler sollte seine individuellen Qualitäten in den Dienst der Mannschaft stellen und mit dem Herzen bei der Sache sein. Ich erwarte hohe taktische Flexibilität, hohe athletische Voraussetzungen. Fitness ist die Voraussetzung von allem. Aber der Ball steht im Mittelpunkt. Ich mache alles lieber mit Ball.

Plaßhenrich: Dann merken sie nicht, wie viel sie laufen müssen...

Nach welchen Kriterien werden die Spieler ausgesucht?

Schubert: Es wäre schön, wenn man eine Identifikation mit der Region herstellen könnte. Die Frage ist, ob man jede Position mit solchen Spielern besetzen kann. Man erkennt bei Beobachtungen schnell, ob da einer eine tragende Rolle spielt und einer für uns sein könnte. Im Gespräch muss er dann diesen Eindruck bestätigen. Ich habe noch kein Videoband gesehen, ich verschaffe mir lieber selbst einen Eindruck.

Plaßhenrich: Die Mentalität gibt den Hauptausschlag. Ich kenne das ja noch: Auch wenn nach den ersten zehn Sekunden der Ball 30 Meter neben das Tor ging – da war gleich was los auf den Rängen.

Werden die kolportierten Zugänge Dagistan, Kreutzer, Klär, Zaanani und Montabell auf dem neuen Mannschaftsposter zu sehen sein?

Schubert: Das sind gute Jungs. Ob der eine oder andere kommt – warten wir’s mal ab.

Was bleibt übrig vom Kader, der zuletzt unterwegs war?

Schubert: Nicht mehr so viel. Die größere Anzahl Spieler verlässt uns. Für manchen ist es vielleicht auch besser, es einmal woanders zu versuchen, bei einigen sind es monetäre Gründe. Aber Sascha Marquet zum Beispiel, wenn ich den mal rausnehme: Er hat in der Rückrunde mit den größten Sprung gemacht und gezeigt, dass er eine Mannschaft tragen kann. Es war ein Wunsch von uns, ihn als Eckpfeiler zu behalten.

Ist der Trainerstab mit Ihnen beiden komplett?

Schubert: Ein Torwarttrainer ist Pflicht, den werden wir auch bekommen. Und dann noch jemanden, der uns temporär unterstützt.

Gibt es eine klare Aufgabenteilung zwischen Chef- und Co-Trainer?

Schubert: Wir werden Hand in Hand arbeiten. Athletik, Technik, Taktik – egal, was auf dem Programm steht: Wir werden beide dabei sein. Und Heini wird das Bindeglied zur Jugend sein.

Wer übernimmt Ihre bisherigen Mannschaften?

Schubert: Sven Schaffrath sollte die Arbeit in der U 23 fortsetzen.

Plaßhenrich: Und ich wünsche mir Kai-Uwe Kallenbach für die U 19.

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