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Alemannias neue Außenverteidiger sind Aufsteiger

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
Synchron-Spiel: Alemannias AuÀ
Synchron-Spiel: Alemannias Außenverteidiger Kai Schwertfeger (links) für die rechte Seite und Fabian Baumgärtel im Trainingslager. Foto: Steindl

Bitburg. Es war nicht alles schlecht in dieser Saison, die mit dem Abstieg endete. Die Außenverteidiger zum Beispiel gehörten zu den verlässlichen, teils sogar überragenden Darstellern in Schwarz-Gelb. Kim Falkenberg und Timo Achenbach waren nun nicht mehr zu halten, das Duo wechselte zum Zweitliga-Neuling SV Sandhausen.

Auch die potenziellen Nachfolger bei Alemannia Aachen verbindet schon mal einiges: der eine - Kai Schwertfeger - bald 24 Jahre alt, der andere - Fabian Baumgärtel - knapp 23. Der Rechtsverteidiger kam vom Erstliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf, der Linksverteidiger vom Erstliga-Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth. Beide fühlen sich als Aufsteiger, auch wenn Schwertfeger überhaupt nicht und Baumgärtel nur acht Minuten eingesetzt wurde. „Man war ja das ganze Jahr dabei und hat alle Höhen und Tiefen mitgemacht”, sagt Schwertfeger. Und beide wollen den Wechsel in die 3. Liga als Karriere-Beschleuniger nutzen. „Das ist kein Abstieg”, sagt Baumgärtel.

Der gebürtige Bamberger kam als 15-Jähriger in die Fürther Jugend, im vergangenen Sommer zog ihn Mike Büskens zu den Profis hoch. An der Position von Heinrich Schmidtgal ließ sich nicht rütteln, Baumgärtel trainierte „oben” und spielte „unten”. Alemannia sei nun „eine gute Adresse, um mich auf einem höheren Niveau als Regionalliga zu entwickeln”. Dass er vorerst nur nach Aachen ausgeliehen ist, „zeigt ja, dass Mike Büskens Potenzial in mir sieht”.

Kai Schwertfeger, ein Ur-Düsseldorfer, war bei Fortuna schon einen Schritt weiter. In der Saison 2010/11 hatte er sich zum Stammspieler entwickelt. „Dann habe ich mich in der Vorbereitung am Knie verletzt und die entscheidenden Wochen verpasst.” Der Klub verpflichtete Tobias Levels, die Mannschaft legte eine berauschende Hinrunde auf den Platz. „Da gab es keinen Grund, etwas zu ändern.” Hinter Levels und Christian Weber war Schwertfeger nur noch die Nummer drei auf seiner Position, ein Zustand, der nach Veränderung verlangte. „Ich war schon im Urlaub auf Mallorca, als mein Berater anrief und von Alemannias Interesse berichtete. Ich musste nicht großartig überlegen.”

In dieser Woche in Bitburg zieht der Kampf um die Plätze in der Basis-Elf an. Trainer Ralf Aussem hat den rothaarigen (Schwertfeger) und den blonden Außenverteidiger (Baumgärtel) für tragende Rollen vorgesehen. „Beide sind ehrgeizig, und sehr gut ausgebildet. Kai hat im Moment die Nase etwas vorn, Fabian muss noch mehr aus sich rausgehen.”

So attraktiv Alemannia für den Rheinländer und den Franken als Arbeitgeber ist - die beiden wissen, dass der Name des Zweitliga-Absteigers auf die Gegner wirken wird. „Ich kenne das aus der Zeit, als ich mit Fortuna in der 3. Liga gespielt habe”, sagt Kai Schwertfeger. „Wir werden darauf sehr gut vorbereitet sein”, versichert Fabian Baumgärtel. Kurzfristiges Ziel: eine Einheit werden, gut in die Saison starten. „Nach ein paar Spielen werden wir dann sehen, wohin die Reise geht. Natürlich möchten wir oben mitspielen.”

Erst seit gut drei Wochen ist der generalüberholte Kader zusammen, vieles muss sich noch finden. Das können Schwertfeger und Baumgärtel aber schon mal festhalten: „Charakterlich eine super Mannschaft - auf und neben dem Platz.” Stinkstiefelei wäre sicher kein guter Begleiter zum Saisonauftakt am 20. Juli in Bielefeld.
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