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Alemannias Kampf gegen die Müdigkeit

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Verlässt nach einer Spielzeit wieder den Tivoli: Jochen Schumacher hat andere berufliche Ideen. Foto: sport/sportpresse

Aachen. Die Lage ist ziemlich undurchsichtig. Abstiegskampf in der Regionalliga ist auch ein Kampf mit vielen Fragezeichen. Wie viele Teams steigen nach dem Verzicht von Leverkusen II noch ab? Die Antwort steht aus, sie hängt zum Beispiel davon ab, ob Arminia Bielefeld in die 3. Liga zwangsversetzt wird, sie hängt davon ab, wer die Zulassung für die 4. Liga bekommt, ob der Meister sich in der Relegation voraussichtlich gegen Bayern München II durchsetzt.

Für die Kellerkinder ist es ein Leben zwischen Hoffen und Bangen. Reicht Platz 16, eventuell sogar Platz 17? Die Sport- und Spielvereinigung Velbert ist sportlich längst abgestiegen, aber der Tabellenletzte kann sich immer noch über Umwege retten. Die vor Monaten weit abgeschlagene Mannschaft hat sich wieder ans Feld herangerobbt, weil im Tabellenkeller seit Monaten nur ein Schneckenrennen läuft. „Sie haben das sehr ordentlich in der Rückrunde gemacht. Vor allem haben sie trotz der schwierigen Lage immer an sich geglaubt“, lobt Aachens Trainer Peter Schubert den Gegner.

Für Velbert geht es am Samstag um alles, die Ausgangslage von Gegner Alemannia ist da natürlich komfortabler. Das Team hat längst Planungssicherheit. „Wir wollen in jedem der letzten drei Spiele die volle Punktzahl“, sagt Schubert. Aber auch er erkennt den Spannungsabfall in seinem Team, seitdem der Klassenerhalt in trockenen Tüchern ist. Die ersten Halbzeiten in Oberhausen und gegen Uerdingen waren eher ein Festival der Unzulänglichkeiten.

„Am Ende einer langen Saison, die auch mental anstrengend war, sind Kopf und Körper müde“, sagt Schubert. Training wurde zuletzt nur noch in niedrig dosierter Form verabreicht, aber als Ausrede dienen die Strapazen der letzten Wochen eher nicht. „Jeder muss für sich selbst Strategien entwickeln, um die Müdigkeit zu überwinden“, fordert der 47-Jährige. Die letzten drei Spiele sind dann auch eher ein Schaulaufen für den weiteren beruflichen Weg.

Jochen Schumacher, Stammkraft als rechter Verteidiger, wird den Verein auf eigenen Wunsch wieder verlassen. „Ich habe mich entschieden, eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann zu machen“, sagt der 25-Jährige, der dann nur noch unterklassig spielen wird. „Auch wenn es mir schwer fällt.“ Schumacher ist zwar nach Verletzung wieder im Kader, doch bekommt zunächst Kris Thackray erneut die Chance, sich auf der noch ungewohnten Position zu präsentieren. (pa)

Mögliche Aufstellung: Löhe - Thackray, Hackenberg, Hoffmann, Strujic - Abel, Neppe, Lejan, Garcia - Marquet, Moslehe

Schiedsrichter: Dominik Jolk (Bergisch Gladbach)

Bilanz: 1 Spiel/1 Sieg/2:1 Tore

Web-TV: Zusammenschnitt ab Sonntagabend bei: az-web.de und an-online.de

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