Aachen - Alemannia: Wie und mit wem es weiter geht, ist völlig öffen

Alemannia: Wie und mit wem es weiter geht, ist völlig öffen

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
 René van Eck
Zukunft ungewiss: Auch Trainer René van Eck weiß nicht, wie es am Tivoli weiter geht. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Einen besonderen Anreiz für das Halbfinale im FVM-Pokal gegen Alemannia Aachen am Dienstagabend, 19 Uhr, hat Wegberg-Beeck nicht ausgelobt. „Unser Anreiz ist es, auf dem Tivoli spielen zu dürfen“, sagt Beecks Trainer Friedel Henßen.

In der Mittelrheinliga trifft der Tabellenzweite im Alltag auf die Aachener Zweitvertretung, diesmal geht es zum ranghöchsten Team der Region. „Wir werden vorbereitet sein“, sagt Henßen, der den Gegner einige Male studiert hat. „Vielleicht reicht Alemannias Klasse nicht für die 3. Liga, aber es ist immer noch ein gewaltiger Unterschied zu uns Amateuren“, sagt er. Aber David wird sich Dienstagabend nicht verstecken, will ein paar Male die Schleuder herausholen, um Goliath zu ärgern. Etwa 500 Zuschauer wird der Außenseiter mitbringen, insgesamt werden etwa 4000 Besucher erwartet.

Die Favoritenrolle ist geklärt, auch wenn einige der Aachener Spieler selbst vor ein paar Wochen noch in der Mittelrheinliga kickten. „Es geht nicht um einen Schönheitspreis, sondern nur um den Einzug ins Finale“, sagt Aachens René van Eck. Auch wenn sein Team seit Wochen sieglos ist, gilt an diesem Abend die Parole: „Diesen Gegner muss man einfach schlagen.“

Vermutlich ist der lukrative Erfolg im FVM-Pokal das letzte Ziel dieser Not-Elf, die nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt in der 3. Liga hat. Aachens Torhüter Mark Flekken kehrt ebenso in die Startformation zurück wie Kapitän Sascha Herröder in die Innenverteidigung. Und auch Abiturient Armand Drevina ist wieder einsatzbereit.

Das Endspiel gegen Fortuna Köln ist am 29. Mai vorgesehen. Taucht Fortuna noch in die Relegation ein, so wird es weiter in den Juni verschoben. Ein paar Wochen später beginnt bereits die Vorbereitung für die Regionalliga-Saison. Das hat sich wohl herumgesprochen, aber es passiert bislang: nichts. Immer noch ist Alemannia ein paralysierter Verein, dem gerade die besten Jugendspieler vom Hof geholt werden.

Ohnehin laufen im Sommer die Verträge aller Profispieler aus. Längst müssten die Vorbereitungen für die nächste Spielzeit laufen, aber auch hier ist der insolvente Klub deutlich in Verzug. „Wir haben keine Ahnung, wie es mit uns weitergeht. Mit mir hat noch niemand gesprochen“, sagt van Eck, der gerne in Aachen bleiben würde. Sein Ansprechpartner ist der Manager, aber auch die Zukunft von Uwe Scherr am Standort Aachen ist ungeklärt.

Auch mit ihm ist kein perspektivisches Gespräch bislang geführt worden. Von wem auch? Der Aufsichtsrat hat im Insolvenzverfahren nichts zu sagen, ein neuer Geschäftsführer ist nicht in Sicht, die teuren Sanierer sind nur auf der Durchreise, der rege Wirtschaftsbeirat hat kein Mandat. In Aachen sind in keiner Abteilung Weichen gestellt, nicht einmal ein Weichensteller ist in Sicht.

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