Berlin - Alemannia trifft auch bei Funkel-Debüt nicht

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Alemannia trifft auch bei Funkel-Debüt nicht

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
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Berlin. Den neuen alleinigen Zweitliga-Rekord von fünf 0:0-Spielen in Folge hat Alemannia verpasst. Das wäre noch ein schönes Ergebnis gewesen zum Einstand von Friedhelm Funkel auf der Aachener Trainerbank. Zu dürftig war die Angriffsleistung vor allem in der zweiten Halbzeit, mit 0:2 unterlagen die Schwarz-Gelben bei Union Berlin, sind weiterhin sieglos.

Und stellten dann doch einen weiteren Rekord auf mit nur einem erzielten Tor in neun Spielen. Die mitgereisten Fans entluden ihren Ärger nach der Partie mit Pfiffen, Gesten und wüsten Beschimpfungen.

„Zaubern kann man nicht”, stellte Funkel nach dem misslungenen Debüt fest. „Defensiv haben wir ganz ordentlich gestanden. Aber nach vorne haben wir kaum Möglichkeiten gehabt.” Neuer Trainer, altes Leid.

Keine Überraschung in der Startelf - Friedhelm Funkel nahm die vier erwarteten Wechsel vor: der wiedergenesene Boy Waterman (für David Hohs) im Tor, Rechtsverteidiger Jonas Strifler (für Shervin Radjabali-Fardi) erstmals seit dem zweiten Spieltag beim Anpfiff auf dem Platz, Reinhold Yabo (für Anouar Hadouir) auf der Zehner-Position, und Marco Stiepermann rückte für den gesperrten Manuel Junglas ins Team.

Der neue Coach trat gegen ein paar üble Bilanzen an: Nie zuvor hatte Alemannia aus den ersten acht Spielen weniger Punkte (vier) geholt, war zudem saisonübergreifend seit zehn Spielen sieglos (letzter „Dreier” am 29. April beim 4:0 gegen Oberhausen). Eine so lange Serie ohne Sieg hatte es zuletzt 1978 gegeben, eine noch längere Durststrecke nur ein Mal (14 Spiele, 1975). Und: Bei Union war in fünf Gastspielen nur ein Pünktchen abzustauben.

Sicherheit zuerst: Das Thema „optische Überlegenheit” überließ Alemannia zunächst dem Gegner. Die Schwarz-Gelben konzentrierten sich auf diszipliniertes Arbeiten in der Defensive, vorzüglich dabei die Leistung von Kevin Kratz, der Unions vermeintlich bestem Spieler - Kapitän Torsten Mattuschka - gehörig auf die Nerven ging. Und als der Berliner Elan allmählich nachließ, traute sich Alemannia auch offensiv etwas zu. Beste Szenen: Der agile Stiepermann (20.) nach langem Abschlag von Waterman und Kratz (43.) verfehlten aus halblinker Position das Tor nur knapp.

Auf der Videowand stand zur Halbzeit allerdings „1:0”. Sechs Minuten vor der Pause hatte Mattuschka eine Ecke getreten, lang über den Strafraum hinweg, Kohlmann drosch den Ball scheinbar ohne Plan zurück, fand in Karl aber einen dankbaren Abnehmer, der zur Berliner Führung vollendete. Alemannias erster Gegentreffer nach 376 Minuten.

Szenen der Stürmer waren von beiden Seiten nicht überliefert - bis Ex-Alemanne Mosquera nachsetzte gegen Olajengbesi, den Ball eroberte und knapp das Tor verfehlte (57.). Auf Waterman kam jetzt erstmals so richtig Arbeit zu, Mattuschka und Parensen zwangen Aachens Keeper zur Parade. Friedhelm Funkel, fünf Wochen zuvor mit dem VfL Bochum schon einmal in Berlin geschlagen, sah die Felle davonschwimmen und reagierte nach einer Stunde mit der Einwechslung von Kapitän Benny Auer. Zehn Minuten später kam Alper Uludag für den entkräfteten David Odonkor. Doch zu mehr Punch und erkennbaren Versuchen, Funkels Einstand mit etwas Zählbarem zu versüßen, führte das nicht. Spätestens am 16-Meter-Raum war Schluss.

Auer hatte dann doch noch eine Chance auf Vorlage von Radu, scheiterte vier Minuten vor Schluss aber an Union-Keeper Glinker. Und zwei Minuten später machte Mattuschka mit einem Foulelfmeter (Olajengbesi an Quiring) und dem 2:0 alles klar.
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