Alemannia: Neugründung eines Klubs würde zum Abstieg führen

Von: Christoph Pauli
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Alemannia: Die Insolvenz des Muttervereins würde sich auf die GmbH auswirken. Archivfoto: dpa

Aachen. Fast 4000 Fans haben sich schon angemeldet zu Alemannias Regionalliga-Partie am Samstag. Es gastiert der aktuelle Meister und Tabellenführer. Diese Partie gegen die Sportfreunde Lotte ist die nächste Reifeprüfung für das junge Team von Peter Schubert.

Verzichten muss der Trainer auf seinen britischen Abwehrchef. Kris Thackray leidet unter einer Fersenbeinstauchung, und auch der Einsatz von Abräumer Marco Neppe sei unwahrscheinlich, meint Schubert. Dafür stoßen wieder Abedin Krasniqi und Kapitän Peter Hackenberg zur Mannschaft, deren Sperre die Spruchkammer nach einem kleinen Videoabend am Mittwochabend reduziert hat.

Noch wichtiger für Alemannia ist vermutlich die Jahreshauptversammlung zwei Tage später. Da geht es um nicht weniger als die Zukunft des 113 Jahre alten Klubs. Der Verein muss eine Lösung für das „Kölmel-Problem“ schaffen. Er muss eine Einigung mit dem Rechtehändler Michael Kölmel finden, der in einem Prozess – Streitwert über zwei Millionen Euro – vor dem OLG Köln gegen den TSV derzeit deutlich in Führung liegt. So steht es zumindest in einem einordnenden Zwischenbescheid der Richter.

Eine Einigung mit Kölmel sei greifbar, teilte Schatzmeister Oliver Laven am Donnerstag mit. Details wolle man am Montagabend aber zunächst den Mitgliedern vorstellen.

Dem Mutterverein bleibt keine Wahl. Ein prozessualer Erfolg Kölmels wäre ohne Einigung gleichbedeutend mit der Insolvenz des Vereins. Ein solcher Schritt würde sich auch auf die Fußballabteilung schnell auswirken. Eine Neugründung des Klubs, wie sie Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning auf der jüngsten Gläubigerversammlung ins Gespräch gebracht hatte, würde das Problem nicht lösen.

Der zuständige Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband hat diese Möglichkeit gerade rechtlich gewürdigt. Eine Auflösung des Muttervereins hätte zur Folge, dass die „Alemannia Aachen GmbH keine Zulassung für die Spielzeit 2014/15 erhalten könnte“, ist die Auskunft. Das Antragsrecht für die folgende Spielzeit würde verloren gehen. Der Verein hat nur eine Wahl: Er muss die Insolvenz und damit die Abwicklung des Vereins verhindern.

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