Alemannia: Mehr Abschied ist nicht möglich ...

Von: Christoph Pauli
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Fans auf dem Aachener Tivoli. Foto: Markus Schuldt

Aachen. Spieler gehen am Saisonende, manchmal werden zusätzlich auch Trainer in die Wüste geschickt, Alemannia übertrifft solche Rituale beim letzten Auftritt am Sonntag gegen den FC Augsburg. Der Klub verabschiedet gleich ein ganzes Stadion.

Der gute, alte Tivoli hat ausgedient - fast. Der 24. Mai 2009 wird als „Sonntag der Tränen” zurückbleiben. Mehr Abschied wird kein Alemannia-Fan noch einmal erleben können. Zuallererst: der Abschied

...vom Tivoli:

Nach mehr als 100 Jahren, 100 Spielzeiten und 2214 Spielen geht der Kultkasten in den Ruhestand. Mehr oder weniger. Die nächste Saisoneröffnung beginnt - wo? Das Auftaktspiel gegen Werder Bremen am 26. Juli findet an vertrauter Stätte statt. Deswegen darf der Platz mit Tränen, aber nicht mit Menschen geflutet werden. Schubkarre und Spaten sind auch beim letzten Auftritt nicht willkommen. Der alte Tivoli wird noch benötigt. Die Amateure werden noch eine Saison hier spielen.

...von der Saison

Bislang ist es eine „ordentliche”, wird Platz 4 gegen Augsburg verteidigt, wäre es eine „gute Spielzeit”, sagt Coach Jürgen Seeberger. Die Spieler laufen im Sonder-Trikot auf, das an die Vize-Meistersaison 1969 erinnert. Als Träger fallen mindestens Müller, Plaßhenrich, Stehle, Polenz und Holtby aus. Dafür kehren der entsperrte Olajengbesi und Brinkmann nach seiner Nasen-OP zurück. Die Mannschaft kann ihren Ferienbeginn selbst bestimmen. Verläuft das letzte Spiel wie geplant, ist Montag Kehraus, andernfalls können noch ein paar Trainingstage dazukommen...

...von Stephan Straub

Das ist kein fröhlicher Ausstand, der 38-Jährige wäre gerne noch mit umgezogen. Der Verein plant nach acht Jahren und 149 Spielen in Liga 2 und 1 nicht mehr mit ihm. Reden wollte der Keeper am Ende nicht mehr - mit Hinweis auf den Strafenkatalog. So kann er auch nicht seine einzige Torvorlage (für Nemeth in Osnabrück im letzten Jahr) schildern.

...von Matthias Lehmann

Mehr Stammspieler geht nicht. In seinen drei Jahren war Aachens größte Investition (900.000 Euro) immer mindestens 30 Mal am Start. Aber Seeberger strebt einen „Mentalitätswechsel” an. „In gewissen Phasen war er nicht der Anführer, wie wir das erhofft haben.” Von den Voraussetzungen her müsste der 23-Jährige ein Bundesliga-Spieler sein. „Es ist schade, dass er sich nicht so weiterentwickelt hat.” Der Abschied kommt für Lehmann nicht überraschend. „Wenn man kein Angebot erhält, kann man sich seinen Teil denken.” Neue Aufgaben warten, 1860 lockt...

...von Hrovje Vukovic

In seinem ersten Spiel traf der Kroate nach einer Minute. Nach 33 Minuten wurde er verletzt vom Platz getragen. Der erste Trend verkümmerte, weil sich der zweite stabilisierte. Vukovic war häufig verletzt, schaffte 17 Spiele in zwei Jahren. Ein letzter Einsatz ist offen: Der Oberschenkel zwickt.

...von Jörg Schmadtke

Der beurlaubte Manager ist auch einer der Architekten des neuen Stadions. In dieser Woche wurde sein Vertrag aufgelöst, ab sofort kann er für Hannover 96 arbeiten.

Torwart Nummer 2 wird verabschiedet, Nummer 3 hat in dieser Woche den Vertrag verlängert. David Hohs wird also mindestens noch eine Saison in Aachen spielen. Ob als Nummer 2 oder 3, wird die Vorbereitung weisen. Der Nachfolger von Stephan Straub steht - wie auch die übrigen Zugänge - noch nicht fest.

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