Aachen - Alemannia: Gegen Essen wird das „Projekt 10.000“ ausgerufen

Alemannia: Gegen Essen wird das „Projekt 10.000“ ausgerufen

Von: pa
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Bei der Alemannia hofft man auf über 10.000 Zuschauer beim Spiel gegen Rot-Weiß Essen. Foto: Eibner

Aachen. Noch ist das Insolvenzverfahren nicht rechtskräftig beendet, das ziehe sich noch ein paar Tage hin, sagt Alemannias Sprecher Holger Voskuhl. Aber inhaltliche Probleme sind nicht mehr zu erwarten, der Verein ist auf dem Weg in die Normalität, sofern das nach einem Verlust von etwa 70 Millionen Euro möglich ist.

Der Klub hat furchtbare Zeiten hinter sich, aber eins, aber eins, das bleibt bestehen: Das Publikum ist ihm in einem Maße treu geblieben, dass mancher Zweitligist eifersüchtig wird. Für das Wochenende ist das „Projekt 10.000“ ausgerufen. So viele Fans erhofft sich Alemannia nach zuletzt erfolgreichen Wochen.

Bislang sind die 8100 Zuschauer am zweiten Spieltag gegen Verl der beste Besuch am Tivoli, am Samstag könnte gegen den ewigen Rivalen Rot-Weiß Essen der Zuspruch erstmals fünfstellig werden. Bis Donnerstag Abend waren 5000 Tickets abgesetzt – darunter knapp 1000 für die Gästefans. Nur um es mal erwähnt zu haben: Der bislang beste Besuch der aktuellen Saison in der Regionalliga West fand beim Hinspiel an der Hafenstraße statt. 11.600 Anhänger – darunter 2700 Aachener – sahen das 2:0 der Gastgeber.

Die Niederlage war gleich der Auftakt einer beachtlichen Aachener Pannenserie. Sechs Spiele in Folge gingen verloren. Der Trend hat sich längst gedreht. Alemannia lässt bereits seit dem Ende der Hinrunde nur noch wenige Chancen zu. Und Neuzugang Marcus Hoffmann könnte zum entscheidenden Stabilitätsfaktor werden. „Er tut der Mannschaft mit seiner Art, mit seiner Erfahrung und Qualität sehr gut“, lobt Peter Schubert den kopfballstarken Innenverteidiger.

„Dieses Spiel ist eine gute Gelegenheit, um zu zeigen, auf welchem Weg wir uns befinden“, sagt der einigermaßen genesene Trainer. Verzichten muss er seit dem Hinspiel auf Kris Thackray. Der Abwehrchef soll ebenso wie Aimen Demai ab der nächsten Woche intensiver ins Teamtraining einsteigen. Unklar ist noch, ob Marco Neppe eingesetzt wird, der sich seit ein paar Tagen mit einer Grippe plagt.

Zuletzt, das räumt auch Schubert ein, war die Mannschaft in der Fremde zielstrebiger unterwegs, während der eine oder andere in der Heimat fremdelte. „Aber wenn man sich entwickeln will, muss man auch mit einer größeren Kulisse klar kommen“, sagt er. Der Samstag ist die nächste Herausforderung.

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