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Alemannia: Funktionsverbot für Kraemer

Von: pa/red
Letzte Aktualisierung:
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Funktionsverbot für Frithjof Kraemer (rechts): Alemannias ehemaliger Geschäftsführer ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes im Einzelrichter-Verfahren für zwei Jahre aus dem Verkehr gezogen worden.

Aachen. Turbulenter Tag bei Alemannia: Der DFB hat Ex-Geschäftsführer Frithjof Kraemer ein zweijähriges Funktionsverbot in der Fußballbranche auferlegt. Zudem soll die Stadt Aachen den Tivoli kaufen und die Betriebskosten für den Klub weitgehend übernehmen. Und: Das Insolvenzverfahren könnte in Kürze zu Ende gehen.

Alemannias ehemaliger Geschäftsführer ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes im Einzelrichter-Verfahren für zwei Jahre aus dem Verkehr gezogen worden. Der DFB-Kontrollausschuss hielt Kraemer zahlreiche Unregelmäßigkeiten im Zulassungsverfahren zur 3. Liga der Spielzeit 2012/2013 vor. Dem ehemaligen Verantwortlichen werden zumindest fahrlässig begangene Verstöße gegen Pflichten im Zulassungsverfahren zur Last gelegt. Alemannia wurden in der letzten Spielzeit bereits zwei Punkte wegen der Verstöße abgezogen.

Kraemer, der gerade am Landgericht Aachen auf Wiedereinstellung klagt, soll dem DFB im Lizenzisierungsverfahren unter anderem eine Liquidität des abgestiegenen Klubs vorgegaukelt haben, die nicht vorhanden war. Damals ging es um ein Darlehen, das kurz nach der Lizenzerteilung gleich wieder an den Darlehensgeber zurückgereicht worden sein soll.

Kraemer, der derzeit bei einer Bank am Bodensee arbeitet, ist es in den nächsten zwei Jahren verboten, ein Amt im DFB, seinen Mitgliedsverbänden sowie deren Vereinen und Kapitalgesellschaften zu bekleiden. Das Urteil ist rechtskräftig.

Der Gläubigerausschuss hat zudem am Freitag dem von Rolf-Dieter Mönning und Sanierungs-Geschäftsführer Michael Mönig vorgelegten Insolvenzplan zugestimmt. Der Plan soll in den nächsten Wochen beim Amtsgericht eingereicht werden, das Insolvenzverfahren könnte Mitte Dezember so mit der zweiten Gläubigerversammlung beendet werden.

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