Alemannia feiert „Kantersieg“ in Wattenscheid

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
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Verdienter Jubel: Alemannia siegte in Wattenscheid mit 3:0. Foto: Lutz Matthias

Wattenscheid. Es war die letzte Auswärtsfahrt des Jahres, und sie endete mit einem Sieg, wie es ihn in der Regionalliga noch nicht für Alemannia Aachen gegeben hatte. Ein 3:0 rechneten die Schwarz-Gelben mit Wattenscheid 09 ab, vor 1427 Zuschauern stellten Sascha Marquet (jetzt fünf Saisontore) und Rafael Garcia mit seinem ersten Doppelpack (Treffer Nummer drei und vier) den völlig verdienten Erfolg sicher.

„Das war ein Spiel von eminenter Bedeutung, und die Mannschaft war sich dessen bewusst“, lobte Trainer Peter Schubert den Auftritt beim dritten Sieg in der Fremde. Das Team hat in den letzten Wochen erkennbar an Struktur und Stabilität gewonnen und sich Luft zur „roten Zone“ der Abstiegsplätze verschafft. Aus einer stabilen Defensive das schnelle Umschaltspiel pflegen, Chancen kreieren und möglichst auch nutzen – das war der Plan im Lohrheidestadion.

Schubert hatte seine erste Elf nur auf einer Position geändert, für den verletzten Dennis Dowidat übernahm Sasa Strujic den linken Flügel – und tauchte schon nach 30 Sekunden auf der anderen Seite auf. Der Schuss des Aacheners wurde über die Latte abgefälscht, Abedin Krasniqi trat den Eckball, Marco Neppe verfehlte das Tor nur knapp. Dann scheiterte Strujic mit einem Kopfball-Aufsetzer an Keeper Fronczyk. In der 12. Minute war es Zeit für den ersten Torjubel. Marquet verwertete Krasniqis Flanke mit einem Volley-Aufsetzer ins lange Eck.

Über Alemannias Pausenführung gab es keine Diskussionen, sie war verdient und eher zu knapp. Auf schmierigem und damit schwer zu bespielendem Boden kamen die Gäste nur dann in Gefahr, wenn jemand wegrutschte wie Marvin Ajani und Trisic das Visier einstellen konnte, allerdings zu hoch (25.). Aachen zeigte die reifere Spielanlage, mehr Entschlossenheit, hatte deutlich mehr und deutlich bessere Chancen. Ein Beispiel: der Konter vier Minuten vor der Halbzeit über Krasniqi und Rafael Garcia – Querpass auf den einschussbereiten Strujic, der wie auf Seife die Kontrolle verlor.

Alemannia knüpfte nach dem Seitenwechsel an die Überlegenheit an – und machte zunächst nichts draus. Krasniqi zögerte zu lange im Strafraum, schoss Fronczyk an, Marquet hämmerte den Abpraller aus 16 Metern an die Latte (50.). Einen schwachen Moment des Wattenscheider Keepers, der zu weit vor seinem Tor stand, nutzte fünf Minuten später Garcia mit einer Bogenlampe aus knapp 30 Metern – der Ball sprang von der Latte über die Linie - zum überfälligen 2:0. Für Schnappatmung sorgte Brümmer, der freistehend das Außennetz traf (63.).

Strujic sah die Gelbe Karte, nachdem er Fronczyk auf die Hand getreten hatte und dabei gestürzt war – was der Schiedsrichter als „Schwalbe“ interpretierte (66.). Wattenscheids Bemühungen des Aufbäumens waren sieben Minuten vor Schluss erstickt: Strujic passte raus auf Garcia, der Spanier umkurvte den Keeper und traf wieder mit links aus spitzem Winkel zum 3:0.

„Schön, zwei Tore zu erzielen. Aber viel wichtiger ist, dass wir gewonnen haben.“ Peter Schubert wagte bereits den Blick voraus. „Jetzt wollen wir in den beiden letzten Heimspielen des Jahres gegen starke Gegner noch sechs Punkte holen. Die Mannschaft hat noch mehr Potenzial.“

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