Alemannia: Einen Zander an der Angel
„Ich kenne ihn aus der U 19, mit der Nils im vergangenen Jahr Deutscher A-Juniorenmeister geworden ist.“ Zander, der in der U 18 für Manchester City unterwegs war, beseitigt nach dem Weggang von Fabian Baumgärtel zu den Stuttgarter Kickers Aachens personellen Engpass auf der linken Defensivseite.
Und dann ist da noch ein prominenter Name im Anflug auf den Tivoli: Andreas Ibertsberger. Nach dem Treffen am Montagnachmittag mit dem ehemaligen österreichischen Nationalspieler war Scherr geradezu begeistert. „Er hat in dem Gespräch einen blendenden Eindruck gemacht und ist sehr interessiert, Alemannia zu helfen und bis Sommer Spielpraxis zu haben.“ Ibertsberger, 30, stand für den SC Freiburg und 1899 Hoffenheim in 165 Bundes- und Zweitligaspielen auf dem Platz. Nach viereinhalb Jahren bei den Kraichgauern war sein Vertrag im letzten Sommer nicht mehr verlängert worden.
Entscheidung bis Donnerstag
Der Verteidiger, in seiner Karriere vornehmlich auf der linken Seite eingesetzt, trainierte seitdem mit Hoffenheims U 23. „Ich habe mit Verantwortlichen des Klubs gesprochen, die sagen, dass Ibertsberger topfit ist. Er könnte sofort einsteigen“, sagt Scherr über den Allrounder. Eine Verpflichtung wäre „mit einem minimalen finanziellen Aufwand für uns verbunden“, die Entscheidung wird sich allerdings wohl bis Donnerstag hinziehen. Dann schließt das Transferfenster für diese Saison. „Es sind noch ein paar rechtliche Kleinigkeiten zu klären.“
Zerschlagen hat sich die Idee des Managers, dem wohl jüngsten Team in Alemannias Vereinsgeschichte einen Anführer an die Hand zu geben. Der Ex-Alemanne Thomas Zdebel, der vor zwei Jahren allerdings in nur sechs Partien für Aachen am Ball war, lehnt mit 39 Jahren den Rücktritt vom Rücktritt ab. Scherr: „Er fühlt sich sehr geschmeichelt, aber er hat ein neues Kapitel aufgeschlagen und macht jetzt seine Trainerscheine.“
Eher unwahrscheinlich ist auch ein Wechsel von Bastian Müller, 21, aus Fortuna Düsseldorfs Regionalliga-Team. Anders als im Fall Zander und Schalke bewegen sich die Landeshauptstädter finanziell nicht so weit entgegenkommend, dass Uwe Scherr einschlagen würde. Außerdem: „In der Offensive sind wir eigentlich ganz gut besetzt.“




