Aachen - Alemannia: Dowidat rettet spät den Punkt

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Alemannia: Dowidat rettet spät den Punkt

Von: Christoph Pauli
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Kampf um jeden Ball: Alemannias Marcus Hoffmann (rechts) nimmt diesen Zweikampf kompromisslos an und geht als Sieger aus diesem Duell hervor. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Die schöne Serie hielt dann doch. Alemannia und die Sportfreunde Lotte trennten sich 1:1. Das Ergebnis gibt das Geschehen einigermaßen treffend wieder. Lotte hatten die besseren Gelegenheiten, aber Alemannia wehrte sich.

Nicht zum ersten Mal punktete das Team in den letzten Minuten einer Partie. 8100 Zuschauer sahen zumindest eine turbulente Schlussphase.

Peter Schubert ändert die Formation im Mittelfeld. Aimen Demai fiel kurzfristig mit seinen hartnäckigen Wadenproblemen aus, auf Raffael Garcia verzichtete Aachens Trainer dagegen freiwillig. So standen Bastian Müller und Dennis Dowidat erstmals in dieser Spielzeit in der Startformation. Die Sicherheit ging den Gastgebern verloren, die Ordnungskraft Demai wurde schmerzlich vermisst, Lotte war die bessere Mannschaft. 23 Sekunden nach dem Anstoß zielte der Ex-Aachener Mazan Moslehe bereits zum ersten Mal auf das Tor von Frederic Löhe.

Die sieglosen Gäste waren angereist, um entschlossen ihre negative Serie zu beenden. Sie attackierten die Aachener früh, waren das aggressivere Team, das schon bis zum Wechsel drei Gelbe Karten (Moslehe, Wendel, Rosinger) eingesammelt hatte. Alemannia blieb ein paar Räume nach Ballgewinnen, doch auch die Konter fuhr das Team nur schlampig. Die Hausherren waren eher wie eine Auswärtsmannschaft unterwegs. Die Offensivspieler blieben allesamt anonym in ihrem Streben. Mit Gymnastik-Übungen hielt sich Gäste-Keeper Benedikt Fernandez warm an diesem Sommerabend.

Sein Zunftkollege Löhe war da schon mehr gefragt, als lautstarker Mahner und als sicherer Rückhalt einer porösen Mannschaft. Mal schlenzte Pascal Schmidt knapp vorbei (17.), dann rettete Löhe famos gegen den durchgebrochenen Bernd Rosinger, der Marcus Hoffmann enteilt war (20.). Schließlich musste Aachens Torwart noch einige gewagte Ausflüge aus seinem Hoheitsgebiet machen, um gegnerische Angriffe rechtzeitig zu beenden. Das Halbzeitergebnis schmeichelte den Gastgebern außerordentlich. Pele Wollitz, Trainer des souveränen Tabellenführers Viktoria Köln, sah nichts, was ihn sonderlich beunruhigen musste. Kollege Schubert reagierte, tauschte Sahin Dagistan gegen Tim Lünenbach (46.), um das Schwungrad endlich in Gang zu setzen.

Die Systemumstellung trug erste Früchte. Graudenz legte für Dowidat auf, dessen Schuss aus kurzer Distanz wurde vom starken Lotte-Verteidiger Jeron Hazaimeh noch abgeblockt (56.). Die Gäste blieben hartnäckig, Grieneisen hätte aus elf Metern einköpfen können, fand wieder in Löhe seinen Meister (60.).

Die verdiente Führung schaffte Lotte dann doch noch, Aachens Defensive stand artig Spalier. Pascal Schmidt durfte unbedrängt aus sechs Metern zum 0:1 einschieben. Aachen wehrte sich gegen die drohende erste Niederlage. Lejan erarbeitete einen Einwurf. Der frisch eingewechselte Garcia verlängerte zu Dowidat. Der Techniker nahm den Ball mit links mit, um mit rechts aus acht Metern zu vollenden (84.). Ein kleines Happyend gegen den bislang stärksten Gegner, der in dieser Saison seine Visitenkarte am Tivoli abgegeben hat.

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