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Alemannia: Abgerutscht auf Platz 15

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
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Torschütze gesucht: Bislang verstecken die Aachener Profis ihren Tordrang. Foto: imago/Revierfoto

Aachen. Platz 15! Alemannia Aachen wird nach dem 9. Spieltag einen enorm ungemütlichen Platz behalten. Nach einem guten Viertel der Saison ist der Klub tabellarisch der 3. näher als der 1. Liga. Und doch bekommt die Mannschaft, die gerade etwas unglücklich in Bielefeld verlor, Lob von höchster Stelle ausgesprochen.

„Das Team ist auf einem guten Weg”, sagt Manager Andreas Bornemann. „Die Gruppe hat Moral, die Arbeitsauffassung stimmt, im Training wird richtig geschuftet.” Es gibt nur einen Vorwurf an die Mannschaft: „Sie belohnt sich nicht für ihren Aufwand.”

Eine merkwürdige Entwicklung hat diese Mannschaft genommen. Unter Jürgen Seeberger hat sie in den letzten Monaten oft schlecht gespielt und gut gepunktet, unter seinem Nachfolger Michael Krüger ist es umgekehrt. Sie entwickelt sich, sie wird stabiler, sie wehrt sich, aber sie driftet in der Tabelle ab. Der Verein spart Punkteprämien, fällt aber im TV-Ranking zurück.

Ein Manko ist nach dem ersten Saison-Viertel augenfällig. Die Mannschaft, die in der letzten Saison noch enorm effektiv unterwegs war, schießt zu wenige Tore, was auch mit dem Weggang von Lewis Holtby zu tun haben könnte, der in der Rückrunde bei 70 Prozent aller Treffer Aktien hatte.

„Bei den Gegentoren gehören wir zu den Besseren, aber wir selbst erzielen zu wenig Treffer”, sagt auch Trainer Michael Krüger. Bislang stehen auf der Habenseite gerade einmal acht Saisontreffer, darunter ein Eigentor. Seit satten sieben Stunden hat außer Benny Auer kein Aachener Spieler mehr getroffen. Als letzter Profi beim erfolgreichen Torschuss wurde Manuel Junglas am 30. August gegen den FSV Frankfurt gesichtet. Seitdem herrscht die große Flaute.

Dabei sieht Bornemann ausreichend Spieler in den eigenen Reihen, die in einer Spielzeit „fünf bis zehn Tore” machen können. Der Manager denkt an Junglas und Kevin Kratz, die positiven Überraschungen der ersten Spieltage. Aber auch an seine Neuverpflichtungen Thorsten Burkhardt, Daniel Adlung oder Babacar Gueye.

In Bielefeld schaute der Senegalese nach jedem verlorenen Zweikampf entsetzt zum Schiedsrichter: „Kein Foul?” Mit der körperbetonten Umgebung hat sich der Schlaks noch nicht angefreundet. Bornemann hält die Hand schützend über ihn, gewährt im Zeit zum Eingewöhnen. „Aber er darf keine Angst haben, sich weh zu tun.”

Der erfahrene Trainer hat in der Besprechung nach dem Spiel an die Profs appelliert, die Ruhe zu bewahren, noch ein „Ticken mehr” zu investieren. Den Glauben, dass der Tüchtige belohnt wird, aufrechterhalten. Die erste Zeit im Verein, sagt Krüger, sei richtig in Ordnung gewesen: „Es nervt nur, dass der Dreier bisher ausbleibt.”
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