Aachen - Aimen Demai kehrt nach langer Verletzungspause zurück

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Aimen Demai kehrt nach langer Verletzungspause zurück

Von: pa
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Marcus Hoffmann
Marcus Hoffmann am Freitag beim Training am Tivoli. Zuletzt war er für Red Bull Leipzig unterwegs. Foto: Andreas Steindl
Demai
Vom Trainingsgast zum Hoffnungsträger: Aimen Demai verstärkt die Alemannia mindestens bis zum Sommer. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Kurz vor Toresschluss kam noch Bewegung in den Kader, und auch wenn beide Spieler, die Alemannia Aachen am Freitag als Zugänge präsentierte, mehr oder weniger lange keine Wettkampfpraxis mehr hatten: Es sind deutliche Zeichen, im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga West nichts unversucht zu lassen, um einer leicht zu verunsichernden Mannschaft mehr Stabilität einzuverleiben.

Während Marcus Hoffmann heute schon in der Partie beim SC Verl (14.00 Uhr) mindestens zum Aufgebot gehören wird, muss sich Aimen Demai verletzungsbedingt noch etwas gedulden.

Die Rückkehr des 31-Jährigen ist sicher die spektakulärste Personalie. „Auf jeden Fall“, sagt Demai auf die Frage, ob sein Engagement auch eine Herzensangelegenheit sei. „Ich habe hier die letzten viereinhalb Jahre verbracht, war nie wirklich weg“, sagt der Routinier. Sein letztes Pflichtspiel hatte Demai im August 2012 in Saarbrücken gemacht. Ein Knorpelschaden im linken Knie legte ihn auf Eis, im April vergangenen Jahres verhinderten Muskelprobleme in der Wade das Comeback.

Wieder „ein gutes Gefühl“

„Seit Ende November bin ich wieder ohne Beschwerden“, er trainierte am Tivoli mit und absolvierte auch die Vorbereitung auf die Rückrunde. „Seitdem habe ich wieder ein gutes Gefühl, dass ich der Mannschaft helfen kann.“ Derzeit kuriert Demai einen leichten Muskelfaserriss im Oberschenkel aus, den er sich im Test gegen Kray zugezogen hatte. „In zwei bis drei Wochen will ich wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.“ Cheftrainer Peter Schubert denkt, „dass es dann nicht mehr allzu lange dauern wird, bis Aimen auch spielt. Jeder weiß, welch qualitativ hochwertiger Fußballer er ist.“

Demai sagt, er komme „mit viel Bescheidenheit zurück. Aber ich denke, dass ich der Mannschaft auf meine Art und Weise, mit meiner Erfahrung, Stabilität geben kann. Das kann die Mannschaft gut gebrauchen, wie man bisher in der Saison gesehen hat.“ Auch während seiner Rekonvaleszenz wolle er „so oft wie möglich in der Kabine sein“. Und wenn der Behandlungstermin heute Vormittag nicht allzu lange dauert, will er zur Partie in Verl kommen.

„Nicht nur eine Alternative, sondern ein Upgrade für die Innenverteidigung“ soll laut Schubert der 26-jährige Marcus Hoffmann sein. Bereits vergangenen Sommer stand man in Kontakt, damals ließ sich ein Wechsel nicht realisieren. „Ich kannte Daniel Rosin aus meiner Zeit in Leipzig, er hat mir super Sachen über Alemannia erzählt“, sagt Hoffmann, der bislang „immer nur im Osten gespielt“ hat. „Jetzt kann ich mal erleben, wie Fußball hier gelebt wird. Ich denke, das ist noch einen Zacken schärfer.“ Mit den B-Junioren von Energie Cottbus war Hoffmann 2004 Deutscher Vizemeister, mit der „Zweiten“ von Energie stieg er 2007 in die Regionalliga auf. Als er beim SV Babelsberg unter Vertrag stand, wurde er zum besten Innenverteidiger der Dritten Liga in der Saison 2010/11 gewählt.

„Dann brach ich mir in der Rückrunde den Mittelfuß“, RB Leipzig hatte Hoffmann da bereits zur Folgesaison für eine Ablösesumme von 150 000 Euro verpflichtet. Die zunächst konservativ behandelte Verletzung brach wieder auf, Leipzig legte eine Erfolgsserie hin, was Hoffmanns Chancen für die erste Elf nach dem Ende der Leidensgeschichte nicht erhöhte. Der Vertrag bei RB lief noch bis Juni 2014, „ich sollte die Zweite Mannschaft führen“. Das sagte ihm nicht zu, Ende August 2013 trennte man sich in beiderseitigem Einvernehmen.

Körperlich voll im Saft

Seitdem trainierte Marcus Hoffmann bei seinem alten Klub in Babelsberg und steht körperlich voll im Saft. „Ich will jetzt erst mal wieder regelmäßig spielen. Und wir als Mannschaft müssen zusehen, dass wir so schnell wie möglich Ruhe haben im Abstiegskampf.“

Während sich Peter Schubert und Co-Trainer Reiner Plaßhenrich von den Zugängen mehr Sicherheit im Team versprechen, können Aimen Demai und Marcus Hoffmann (letzter Pflichtspieleinsatz im Mai vergangenen Jahres) ihre Karrieren neu anschieben. „Sie wollen sich präsentieren und ins Schaufenster stellen“, sagt Schubert. Beide Verträge sind zunächst bis zum Saisonende befristet, bei Hoffmann plus Option. „Ich muss jetzt möglichst schnell die Namen der Kollegen draufkriegen“, schmunzelt der Innenverteidiger.

Mögliche Aufstellung: Löhe - Ajani, Hackenberg, Opper, Stevens - Sangaré, Neppe, Abel, Yoshihara (Strujic) - Garcia, Moslehe

Schiedsrichter: Benjamin Schäfer (Herten)

Bilanz gegen Verl: 11 Spiele - 3 Siege, 2 Remis, 6 Niederlagen

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