Köln - Aachen übersteht Turnier ohne Verletzungen

Aachen übersteht Turnier ohne Verletzungen

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
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Zweikampf auf Kunstrasen: Leverkusens Dum ist eher am Ball als Aachens U23-Akteur Haas. Foto: Rainer Dahmen

Köln. <b>Aachen.</b> Als der Turniervierte am Ende durchzählte, war die Reisegruppe noch vollständig und vor allem gesund. Die neun Profis und die Amateure Manuel Junglas, Felix Haas und Abdul Özgen nahmen unversehrt die Rückreise auf.

Der unfallträchtige Kunstrasen forderte keine Opfer. Das ist besonders wichtig in diesen Tagen für Alemannia, die nicht allzu üppig mit Profis ausgestattet ist.

Das erste Gruppenspiel gegen den FC St. Pauli wurde 3:0 gewonnen (Torschützen: Brinkmann, Müller, Lasnik), gegen Leverkusens Berühmtheiten war beim 1:3 (Lasnik) wenig zu erben. Und auch im Halbfinale war die B-Elf des Gastgebers zu stark: Der 1. FC Köln siegte 4:1 (Holtby).

Nur noch 17 Feldspieler aus dem Profikader hat Trainer Jürgen Seeberger zur Verfügung. Die Gruppe ist dezimiert um den Kapitän Reiner Plaßhenrich - Rückkehrzeitpunkt offen. Und auch Thomas Stehle schleppt sich durch die gesamte Saison mit Kniebeschwerden.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um eine Entscheidung zu fällen. Versucht es der Innenverteidiger weiterhin konservativ oder muss er auch unters Messer? Auch seine Rückkehr zur Mannschaft ist nicht terminiert.

Ins Trainingslager nach Zypern wird er nicht fliegen. „Ich muss erst einmal mit den Ärzten reden”, sagt Stehle. Beim Auftakt in Wehen wird er wohl ebenso fehlen wie der gesperrte Kollege Seyi Olajengbesi.

So ist inzwischen auch kein vorzeitiger Abschied im Winter mehr geplant, kaum berücksichtigte Profis wie Hrvoje Vukovic könnten in der Rückrunde plötzlich erste Wahl sein.

Weil das Personal ausgeht, will Alemannia nicht nur einige Amateurspieler mitnehmen, sondern auch seine beiden Gastspieler aus Burkina Faso, Hervé Oussale und Soumaile Tassembedo - sofern die erforderlichen Gastspielgenehmigungen möglich sind.

Verstärkung könnte sinnvoll sein, aber dem Klub fehlen die Mittel. Alemannia streut in die Vorbereitung das Hallenturnier ein, um die Antrittsprämie (12.000 Euro) zu kassieren.

Der Verein wählt das Winterlager auch unter dem Aspekt aus, wo die größten Zuschüsse möglich sind. So hofft Manager Andreas Bornemann, dass auch einer Spieler aus der zweiten oder dritten Reihe noch auf sich aufmerksam machen. Spektakuläre Zugänge sind ausgeschlossen.

Zeitnah will der Manager auch die wichtigste Personalie klären, ohne sich auf einen Zeitplan festlegen zu lassen. Bornemann will den Verein beruhigen und Kontinuität erzielen.

Das könnten schon die Hinweise 1 und 2 sein, den Vertrag mit Jürgen Seeberger zu verlängern.

Die Ergebnisse: Köln im eigenen Finale

Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat das Hallenturnier um den Rheinland Cup in der Kölner Lanxess Arena am späten Montagabend vor 14.150 Zuschauern gewonnen. Im Finale des eigenen Budenzaubers setzte sich der FC nach 0:1-Rückstand (Torschütze M’boma) gegen Zweitligist TuS Koblenz nach Treffern von Yalcin und Matip 2:1 durch.

Im Halbfinale hatte die Mannschaft von Trainer Christoph Daum Alemannia Aachen mit 5:3 aus dem Rennen geworfen, nachdem die TuS aus Koblenz zuvor im ersten Halbfinale überraschend Bayer Leverkusen mit 3:2 im 9-m-Schießen bezwungen hatte. Dort hieß es nach regulärer Spielzeit 0:0.

Gr. A: Düsseldorf - Koblenz 1:2, Köln - Düsseldorf 5:1, Koblenz - Köln 0:0 Gr. B: Leverkusen - St. Pauli 6:3, Aachen - St. Pauli 3:0, Leverkusen - Aachen 4:1. Halbfinals: Koblenz - Leverkusen 3:2 (0:0) n. 9-m-Schießen, Köln - Aachen 5:3
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