Aachen - Aachen siegt im Tiefkühlhaus

Aachen siegt im Tiefkühlhaus

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
Alemannia Aachen / Benjamin Auer
Ab durch die Mitte: Alemannias Benjamin Auer setzt sich gegen Rodas Ruud Vormer (links) und dessen Kollegen Jan Paul Saeijs durch. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Auf seine alten Tage erlebte der von den Profis schon ausgemusterte alte Tivoli noch einmal einen Superlativ: Es war kalt, lausig kalt, minus acht Grad am Spielfeldrand. In den Archivabteilung des Klubs ist keine kältere Betriebstemperatur bekannt.

Alemannia besiegte im Tiefkühlhaus Tivoli Roda Kerkrade mit 4:1. Die Partie vor 1153 Zuschauern war dann noch besser als die Rahmenbedingungen. Die Hausherren besiegten den Erstligisten durchaus verdient.

Aachens Trainer Michael Krüger schonte erwartungsgemäß Nico Herzig (Pferdekuss), und auch Cristian Fiel musste erst einmal auf der unbeheizten Ersatzbank frieren. Der Kapitän beobachtete einen schwungvollen Auftakt. Benny Auer verpasste nur knapp einen Kratz-Ecke (6.). Dann knallte der agile Kevin Kratz den Ball an die Latte, der Abstauber war eine leichte Übung für Auer. Kleiner Haken: Der Sturmführer stand im Abseits, sein Treffer zählte nicht.

Die Aachener schafften etwas bei Minus-Temperaturen, was sie bei 30 Grad im Schatten eher selten vorführten: Sie erspielten sich ein ganzes Bündel Chancen. Der eifrige Patrick Milchraum scheiterte mit einem kernigen Volleyschuss am unsicheren Nachwuchskeeper Przemyslaw Tyton (22.).

Die überreife Führung fiel wenig später. Babacar Gueye scheiterte noch eher kläglich aus wenigen Metern, ehe Auer problemlos den Ball über die Linie zum 1:0 schob (33.). Aachen probierte erneut das System mit zwei Stürmern. Gueye verlor Bälle und Zweikämpfe in großer Zahl, doch kam der Senegalese eben auch regelmäßig zum Torabschluss.

Nach dem Wechsel sortierte Krüger Mittelfeld und Angriff komplett neu. Roda entdeckte den Sinn des Spiels, sogar einen Treffer erzielte Willem Jansen, auch der zählte nicht wegen einer Abseitsstellung (60.).

Und dann erlebte der Tivoli noch einmal eine nette Anekdote. Arnold Kruiswijk unterlief in seinem ersten Spiel ein Eigentor (63.). Der Ball flutschte wieder aus dem Netz, was Schiedsrichter Sascha Stegemann deutlich irritierte. Er entschied auf Abstoß. Erst nach Protesten untersuchte er den Tatort, warf Bälle ins Netz, bis er das Leck entdeckte. Der Treffer zählte. Kruiswijk rächte sich, kurze Zeit später traf er auf der richtigen Seite zum 2:1 (68.). Die letzten Pointen im Kühlhaus setzte Burkhardt, der zum 3:1 und 4:1 (74./79.) vollendete.

Aachen: Stuckmann - Casper, Szukala, Olajengbesi Achenbach - Adlung (46. Polenz), Junglas (46. Burkhardt), Kratz (46. Fiel), Milchraum (46. Uludag) - Auer (46. Özgen), Gueye (46. Nemeth)
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