Krefeld/Aachen - 2:2 in Uerdingen: Plaßhenrich will keinen Spieler hervorheben

2:2 in Uerdingen: Plaßhenrich will keinen Spieler hervorheben

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
Reiner Plaßhenrich
Alemannia Aachens Co-Trainer Reiner Plaßhenrich, der Chef Schubert vertrat, will nach dem 2:2 in Uerdingen keinen einzelnen Spieler hervorheben. Foto: Jerome Gras

Krefeld/Aachen. Die Verantwortlichen für die Pressekonferenz hatten wohl darauf vertraut, dass der Aachener Vertreter zeitnah erscheinen würde, doch zunächst einmal saß Eric van der Luer, Trainer des KFC Uerdingen, minutenlang alleine da. Reiner Plaßhenrich war längst von Peter Schubert darum gebeten worden, „da hinzugehen – aber es kam keiner, um mich zu holen“.

Schließlich saß Alemannia Aachens Co-Trainer am Tisch, schnell noch das Namensschild des Chefcoaches gegen eines mit der Aufschrift „Gast“ getauscht, dann gab „Heini“ erstmals ein Statement zu einem Spiel der ersten Mannschaft. Er sprach von besserer Spielanlage bei seinem Team, lobte die Moral nach zweimaligem Rückstand und bedauerte: „Leider haben wir die Chancen nicht genutzt, um als Sieger vom Platz zu gehen.“

Uerdingen war mit dem 2:2 gut bedient, Schubert – von einer heftigen Erkältung samt Glieder- und Kopfschmerzen gezeichnet – hatte die Ansprache in der Kabine übernommen, die Arbeit an der Seitenlinie aber Plaßhenrich überlassen und die Partie dick eingepackt („drei Jacken, zwei Hosen“) von der Bank aus verfolgt. „Viel Wille, Leidenschaft und vor allem fußballerische Qualität“ stellten den Chef zufrieden, der in der Sache einen kongenialen Partner im Geiste an der Seite hat.

Den Versuch, beispielsweise Rafael Garcia oder Sascha Marquet am Dienstagabend herauszuheben, erstickte Plaßhenrich umgehend. „Das ist ein Team, und das bleibt ein Team, das müssen sie endlich begreifen. Der einzelne Spieler kann nur in Verbindung mit den anderen auf sich aufmerksam machen.“ Schubert formuliert es so: „Nur wenn die Mannschaft wahrgenommen wird, wird auch der Einzelne wahrgenommen.“

Sich auf die eigenen Stärken besinnen, zur Stelle sein, wenn der Kollege Hilfe braucht, und nicht die Schwächen der Nebenleute mit ins Spiel einbeziehen: Eigentlich liegen die Dinge ganz einfach, um dem Abstiegsgespenst den Rücken zu zeigen. „Wir haben in Uerdingen eine Basis gelegt, aber am Samstag gegen Velbert muss es jetzt so weitergehen“, fordert Peter Schubert zum wiederholten Mal Konstanz in Sachen konzentrierte Arbeit.

Am Mittwoch deckte der Arzt den Cheftrainer mit „noch mehr Mitteln“ ein, Schubert geht davon aus, dass er heute wieder auf dem Platz steht. Und zu einer zweiten Pressekonferenz zieht es Reiner Plaßhenrich nicht . . .

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