Von der „Ehre”, mitspielen zu dürfen

Von: Roman Sobierajski
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Lokalmatador: Leif Berger startet als Außenseiter.

Aachen. Die Chance, am Ende der Turnierwoche des 19. Aachener ATP-Turniers ganz oben in der Pyramide des zweigeteilten Spielerfeldes zu stehen, dürfte nicht allzu groß sein für die beiden Aachener Talente, die von Turnierdirektor Tilo Busch - neben Paul Lemmen, Trutz Hennsen, Yannik Schmitter und Michael Nowak (alle Grün-Weiß Aachen) - mit Wildcards für die Lambertz Open versehen wurden.

Doch Willi Peter von Grün-Weiß Aachen und Leif Berger vom deutschen Mannschaftsmeister TK Kurhaus haben ganz andere Ziele, wenn am Samstag die ersten Matches der Qualifikation starten. „Ich habe die Ehre, mitspielen zu dürfen”, beschreibt Peter seine Rolle.

Der 17-jährige Schüler spielt in der Oberliga-Männermannschaft von Grün-Weiß und geht beim „Heimspiel” am Brüsseler Ring bereits zum zweiten Mal an den Start. Im letzten Jahr schied der Schüler in der ersten Qualifikations-Runde mit 3:6 und 0:6 sang- und klanglos gegen den Niederländer Michael Koening aus, „doch von meinem Spiel her war ich schon zufrieden”, bewertet Willi Peter seinen Debüt-Auftritt.

„Wenn ich dieses Jahr die erste Runde überstehen sollte, würde ich schon sagen Yes.” „Ja sagen”, will Peter auch, wenn er das Abitur in der Tasche hat. Ziel ist ein Studium in den USA und Zieltraining im Tennis. „Je nachdem, wie ich mich da entwickele, kann ich mir schon vorstellen, Profi zu werden.”

Ein Jahr jünger und doch einen Schritt weiter ist Leif Berger, der in dieser Woche noch ein Jugend-Weltranglistenturnier in der Nähe von Antwerpen bestritten hat und dort im Einzel im Achtelfinale ausgeschieden ist. „Es ist schön, überhaupt im Feld der Qualifikanten zu stehen und mitspielen zu dürfen”, vergleicht der 16-Jährige die Herausforderung mit einer Fußball-Partie im DFB-Pokal, wenn ein Viertligist auf einen Bundesliga-Klub trifft.

„Mein Ziel ist es, mein Match so offen wie möglich zu gestalten, vielleicht ist ja eine Sensation drin.” Vor zwei Jahren ist Berger nach Aachen gekommen, „zu einem Klub mit Perspektive”. Die Perspektive für die Nummer 213 der DTB-Rangliste lautet, in drei bis vier Jahren den Sprung in die Bundesliga-Mannschaft des TK Kurhaus zu schaffen. Der Weg als Profi scheint vorgezeichnet, ein überzeugender Auftritt beim ATP-Turnier dürfte das Ziel noch schneller näher bringen.

Der beste deutsche Nachwuchsspieler am Start

Am Samstagmorgen startet die Qualifikation des Aachener Turniers. Eine Wild Card für das Hauptfeld erhält Dominik Schulz, die Nummer 1 der deutschen Juniorenrangliste. Der 17-jährige Münchener kam in zwei Grand-Slam-Turnieren 2009 mindestens bis ins Viertelfinale.

Darüber hinaus wird sich der junge deutsche Spieler Nils Langer in Aachen beweisen können. Auch er erhält eine Wild Card. Betreut wird der 19-Jährige unter anderem von Carl-Uwe Steeb, der große Stücke auf das Nachwuchstalent hält.
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