Aachen - Volleyballerin Laura Weihenmaier: „Bis zur WM noch ein langer Sommer“

Volleyballerin Laura Weihenmaier: „Bis zur WM noch ein langer Sommer“

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Zwei neue Vereine zur Auswahl oder mehr? Laura Weihenmaier wird in der kommenden Saison nicht mehr für die „Ladies in Black“ Aachen spielen. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Am Dienstag startet der fünftägige Lehrgang der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen in Heidelberg. Bundestrainer Giovanni Guidetti zieht 27 Spielerinnen zur Vorbereitung im WM-Jahr zusammen, zwölf von ihnen bestreiten die Montreux Masters (27. Mai bis 1. Juni).

Eine Woche später geht voraussichtlich die selbe Auswahl in das Auftaktwochenende der European League in Stuttgart gegen Spanien. Zu den zehn Debütantinnen im Kader gehört auch Laura Weihenmaier. Mit der 23-jährigen Außenangreiferin der „Ladies in Black“ Aachen sprach Roman Sobierajski.

Sie sind gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt. Eine sinnvolle Vorbereitung auf die Nationalmannschaft?

Weihenmaier: Der Urlaub war nach der langen und kräftezehrenden Saison unbedingt nötig. Außerdem habe ich mich dort auch körperlich fit gehalten.

27 Spielerinnen sind eingeladen. Wie groß sind Ihre Hoffnungen, zu den zwölf Auserwählten für die Montreux Masters zu gehören?

Weihenmaier: Das ist schwer zu sagen. Saskia Hippe und Lisa Izquierdo, die auch auf meiner Position spielen, sind verletzt. Ich würde mich schon freuen, wenn ich bei der European League in Stuttgart gegen Spanien dabei wäre, dann könnten meine Eltern mich schnell besuchen, die wohnen nicht weit weg.

Danach stehen auf jeden Fall noch Länderspiele gegen Polen und Griechenland an, in denen der Bundestrainer auch den neuen Gesichtern ihre Chance geben will, sich vor der Weltmeisterschaft zu zeigen...

Weihenmaier: Bis zur Weltmeisterschaft im September und Oktober in Italien ist es noch ein langer Sommer. Ich denke, ich werde bis dahin noch genug Gelegenheit bekommen, mich zu zeigen.

Das waren die sportlichen Perspektiven. Wie ist der Gefühlsstand, wenn sie an die erstmalige Berufung in die Nationalauswahl denken?

Weihenmaier: Auf der einen Seite ist das natürlich ein schönes Gefühl, auf der anderen Seite habe ich schon ein wenig Angst, den Erwartungen nicht ganz gerecht werden zu können. Aber vielleicht mache ich mir selbst zu viel Druck und sollte das alles gelassener angehen.

Aachens Spielerin Esther Stahl wurde spät in ihrer Karriere einmal in die Nationalmannschaft berufen, Jana-Franziska Poll durfte das Nationaltrikot erst nach ihrem Wechsel nach Vilsbiburg überstreifen. Sie sind also Aachens einzige „richtige“ Nationalspielerin. Werden Sie in der kommenden Saison in der Bundesliga wieder für die „Ladies in Black“ auf dem Feld stehen?

Weihenmaier: Nein, ich werde den Verein verlassen, auch wenn mir diese Entscheidung schwer gefallen ist und mich sehr mitgenommen hat. Aber Aachen hat ja, wie auch andere Vereine, aus finanziellen Gründen auf die Teilnahme am internationalen Wettbewerb verzichtet, obwohl die Mannschaft sportlich für den CEV-Pokal qualifiziert war.

Darf man vielleicht raten, wohin die Reise geht? Schwerins Trainer Felix Koslowski hat nach der enttäuschenden Saison angekündigt, zukünftig verstärkt auf junge deutsche Nationalspielerinnen bauen zu wollen...

Weihenmaier: Nein, es ist noch keine Entscheidung gefallen, wo ich in der nächsten Saison spielen werde. Ich habe auch Angebote von ausländischen Vereinen, aus Italien und Frankreich, vorliegen. Mein Berater Theo Hofland und ich überlegen, ob dieser Sprung ins Ausland zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht nicht zu groß ist. Dann könnte die Entscheidung doch noch lauten, zu einem Bundesligisten zu wechseln.

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