Uevekoven setzt sich erstmals „Krone“ auf

Von: Helga Raue
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Unbeschreiblicher Jubel über den ersten Hallencup-Sieg: Die Frauen der Sportfreunde Uevekoven und das Trainerteam feiern den tollen Erfolg und freuen sich über den riesigen gläsernen Pokal, den ihnen Heike Brech von der Sparkasse Aachen (links) überreichte. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Eines vorweg – die Frauen sind enthusiastischer als die Männer. Und sie zollen auch ihren Gegnerinnen für gelungene Aktionen Beifall. Die Stimmung bei der Endrunde um den Sparkassen-Hallencup, den unsere Zeitung präsentierte, war toll.

Und vor allem im Finale super, stand doch erneut das Team von Ausrichter SV Eilendorf darin. Zwar gelang Sabrina Cremer noch der Anschlusstreffer, doch den Hallencup gewannen erstmals die Sportfreunde Uevekoven mit 2:1 im Finale.

„Wir haben super gespielt, kompakt gestanden und sehr offensiv agiert. Ich bin mehr als zufrieden“, jubelte SF-Coach Udo Jansen. Christel Behr hatte im Finale vorgelegt und erhöht. Trotz guter Chancen konnte der SVE nicht mehr ausgleichen. „Im Finale fehlte uns einfach die Kraft, aufgrund des Wetters haben wir einen Trainingsrückstand“, bedauerte Eilendorfs Coach Holger Schauer, „aber mit unserem sportlichen Auftreten und unserem taktisch guten Verhalten auf dem Platz bin ich sehr zufrieden.“ Trotzdem war man beim „Serienzweiten“ enttäuscht, hatte man doch im Halbfinale Seriensieger Alemannia Aachen 3:2 geschlagen. „Danach wollten wir natürlich auch die Krone holen“, sagt Schauer mit bedauerndem Schulterzucken. Im Halbfinale hatten Cremer und Monique Meyer den SVE in Front geschossen, ehe Nicole Dziwisch und Laura Jendrzejko ausglichen. 1,28 Minuten vor Schluss erhöhte Cremer erneut – Aachen konnte nicht nachlegen.

„Eilendorf, das schon in der Vorrunde stark gespielt hat, war unglaublich motiviert. Wir haben zwar noch ein 0:2 ausgeglichen, aber es sollte heute nicht sein“, bedauerte Aachens Coach Manuel Ortiz-Gonzales. Der Titelverteidiger hatte sich in der Gruppe B auf dem Weg ins Halbfinale keine Blöße gegeben, auch wenn der Regionalligist in den ersten fünf Minuten gegen Waldenrath-Straeten nur körperlich auf der Fläche stand. Folgerichtig erzielte Sonja Bürsgens schon nach zehn Sekunden den Führungstreffer für den Mittelrheinligisten. Doch einmal warm geworden, lief es: 3:1. Ein 3:0 bzw. 9:0 gegen die Underdogs Kohlscheider BC und FFC Baesweiler folgten. Die kassierten auch gegen Waldenrath-Straeten Niederlagen (0:2 bzw. 1:5), trennten sich aber untereinander 3:3 und unterstrichen ihre Ambitionen auf die Bezirksliga, denn die beiden Klubs und der TV Konzen bilden das Trio, das derzeit an der Spitze der Kreisliga um den Aufstieg kämpft.

„Die Mädels haben sich als Kreisligist gut verkauft, und ich finde den Unterschied in der Halle gar nicht so groß. Uns hat es auf jeden Fall viel Spaß gemacht“, zog KBC-Coach Günther Bücken nicht unzufrieden Bilanz. „Unser Augenmerk ist aber ganz auf den Aufstieg in der Liga gerichtet.“ Das sah FFC-Coach Stefan Reder ähnlich: „Wir wollten uns so gut wie möglich darstellen, und das haben wir getan. Wir sind hierher gekommen, um zu lernen.“ Daher waren die hohen Niederlagen gegen die höherklassigen Klubs nebensächlich. „Die Mädels haben viele Sachen gut umgesetzt.“ Frauenfußball wird in Baesweiler groß geschrieben: Der FFC verfügt über 35 Akteurinnen, so dass ein zweites Team in die Kreisliga Düren spielt und einen Mittelfeldplatz belegt.

Die SF Uevekoven hatten sich in der Gruppe A nach zwei Siegen und einem Remis gegen den SV Eilendorf dank der mehr erzielten Tore durchgesetzt. Im Halbfinale ließ man gegen Liga-Kollege Waldenrath-Straeten mit 3:0 nichts anbrennen. „Mein Lebenstraum ist auch 2013 nicht in Erfüllung gegangen. Das Schönste für mich ist aber ohnehin, dass sich keine Spielerin bei dem Turnier ernsthaft verletzt hat“, sagte Jakob Scherrers. Waldenrath-Straetens langjähriger Coach bedauerte nur, dass der mögliche frühe Ausgleich gegen Uevekoven nicht gefallen war. „Wir hatten Chancen genug, das Spiel für uns zu entscheiden.“

Enttäuscht waren die Frauen von Eintracht Kornelimünster, die nur Konzen (3:1) schlugen. „Das war ein Satz mit X, aber wenn man wie gegen SVE drei Hundertprozentige nicht nutzt . . .“, bedauerte Landesliga-Coach Gerd Franzen. „Spielerisch habe ich keinen Unterschied gesehen, es lag nur an der Chancenverwertung. Ärgerlich ist aber, dass wir eine 2:0-Führung gegen Uevekoven so schlecht verteidigt haben.“

Alleine punktlos reiste Kreisligist TV Konzen ab, der sich aber im Konzert der „Großen“ beherzt wehrte. „Wir waren der krasse Außenseiter, und wir haben diese Rolle angenommen“, formulierte es Konzens Coach Herbert Huppertz salopp. „Der Unterschied zu den höherklassigen Teams war schon krass, aber uns hat das Turnier viel Freude gemacht.“

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