TK Kurhaus: Hoffen auf das Tennis-Wunder?

Von: Roman Sobierajski
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Angeschlagen von der letzten Meisterfeier: Nach drei Jahren in Folge könnte der Meisterpokal in Halle eine neue Heimat finden. Foto: Decoux

Aachen. „Gewinnt Halle, dann sind sie durch“, hatte Aachens Teammanager Alex Legsding vor dem Aufeinandertreffen in der Tennis-Bundesliga mit dem großen Rivalen aus Westfalen am vergangenen Spieltag prophezeit.

Was passierte, ist bekannt: Blau-Weiß Halle konnte mit den Nummern 1 bis 4 der Mannschaftsliste in Aachen antreten und setzte sich nach dem 5:1-Sieg an die Tabellenspitze.

Die Ausgangslage:

Halle führt mit nur einem Verlustpunkt die Tabelle an und hat mit dem TV Reutlingen einen durchaus „machbaren“ Gegner. Der Aufsteiger schwebt mit bislang nur zwei Siegen allerdings noch akut in der Gefahr, nach nur einem Jahr Zugehörigkeit das Oberhaus wieder verlassen zu müssen. Der glorreiche Rochusclub Düsseldorf könnte mit einem Sieg in Bremerhaven noch vorbeiziehen.

Für Reutlingen steht also noch einiges auf dem Spiel. Der TK Kurhaus trifft auf Grün-Weiß Mannheim (So., 11 Uhr). Die Aachener (zwei Verlustpunkte) könnten also mit einem Sieg bei gleichzeitiger Niederlage von Halle am letzten Spieltag noch das Tennis-Wunder schaffen, haben es aber nicht mehr in eigener Hand. Für Mannheim mit drei Verlustpunkten ist das Rennen um die Meisterschaft schon aufgrund der schlechteren Bilanz bei den Matchpunkten definitiv gelaufen.

Saisonverlauf:

Zwei Faktoren dürften dafür ausschlaggebend gewesen sein, dass es für den TK Kurhaus dieses Mal nicht gereicht hat, sollte Halle nicht noch auf den letzten Metern patzen. Das enorme Verletzungspech hat die personellen Planungen fast komplett über den Haufen geworfen.

Vor allem Florian Mayer, aber auch Cedrik-Marcel Stebe waren überhaupt nicht einsetzbar, Daniel Brands und Philipp Petzschner erreichten erst zum Saisonende wieder Normalform. Hinzu kam, dass Carlos Berloqc und Roberto Bautista-Augut „zu gut“ waren, sich auf den letzten Drücker für die Masters-Series in den USA qualifizierten und dort antreten mussten.

Die Bilanz:

Egal, wie das Titelrennen ausgeht, grämen muss sich auf Aachener Seite niemand. „Trotz der vielen Ausfälle haben wir eine gute Saison gespielt“, resümiert Alex Legsding vorab. Und wenn am Sonntag Andreas Beck, Alja Bedene, Philipp Petzschner und Matthias Bachinger für das Lambertz-Team aufschlagen, dürften die Blicke immer noch häufig Richtung Liveticker wandern . . .

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