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Tanzsport: Junge Mannschaft vor der zweiten Bewährungsprobe

Von: Helga Raue
Letzte Aktualisierung:
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Auf und neben dem Parkett: A-Team-Tänzerin und B-Team-Trainerin Nicole Rosendahl (Nicole Rosendahl (vorne, zweite von links) mit dem A-Team der FG Aachen/Düsseldorf. Foto: J. Karl

Aachen. Oliver Seefeldt ist ein sympathischer Typ, aber als Trainer fordert er Disziplin und ganz viel Leistung. Anders kann es auch nicht gelingen, bei einer Weltmeisterschaft Bronze zu gewinnen. Die acht Paare der FG Tanzsportzentrum Aachen/TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß tanzen auf dem Parkett im wahrsten Sinne des Wortes nach seiner Pfeife.

Wieder und wieder lässt der 43-Jährige sein A-Team einzelne Teile der Choreographie „Persia – the new experience“ wiederholen, schließlich – besser geht immer noch. „Oli fordert schon sehr viel, aber er ist auch sehr fair und korrekt und hat das Herz am rechten Fleck“, charakterisiert Nicole Rosendahl den FG-Cheftrainer lachend.

Im A-Team ist sie seit 2012 eine seiner folgsamen Tänzerinnen, doch das B-Team der FG betreut sie gemeinsam mit dem Cheftrainer in der Zweiten Bundesliga.

Heute steht für die junge Nachwuchs-Mannschaft der FG Aachen/Düsseldorf die zweite Bewährungsprobe auf dem Programm. Quirinus Neuss ist Gastgeber des Turniers. Und Nicole Rosendahl wird vor ihrem Team sitzen, das sie schon im vergangenen Jahr erstmals in der Oberliga betreute. Dafür darf sie sogar das Training des A-Teams einmal „schwänzen“ – zum Auftakt in Ludwigsburg, der genau eine Woche vor dem Bundesliga-Auftakt für das A-Team in Dorsten lag, hatte Seefeldt sie noch zum Training aufs Parkett „beordert“ und das B-Team selbst betreut.

„Ich wäre schon gerne mit nach Ludwigsburg gefahren, um meine ,Röschen‘ zu unterstützen und tanzen zu sehen. Aber wir mussten uns auf die Bundesliga vorbereiten. Um so mehr freue ich mich, dass ich heute dabei bin“, sagt die 38-Jährige, die von den beiden weiteren Trainern Tim Clark und Yvonne Schnitzler, selbst früher langjährige A-Team-Tänzerin, begleitet wird. ,Röschen‘ nennt sie ihr Team liebevoll, da die Choreographie „Like a rose“ getanzt wird. Ihr Trainer-Vorbild ist klar: „Oli natürlich.“

„Bis zu einem gewissen Grad kann ich auch sehr streng sein, aber ich bemühe mich auch immer, das Training so zu gestalten, dass es Spaß macht. Ein Trainingseffekt muss aber sichtbar sein.“

Die Saison wird hart für das junge B-Team, das aus der Oberliga hochgezogen wurde, nachdem sich die bisherigen Tänzer aus unterschiedlichen Gründen wie Studiumende, Umzug oder Karriereende verabschiedet hatten. Beim ersten Turnier in Ludwigsburg landete das B-Team nur auf dem achten und letzten Platz, muss also in dieser Saison gegen den Abstieg kämpfen, nachdem man in den vergangenen Jahren stets im oberen Mittelfeld gelegen hatte. „Die gestellte Aufgabe haben unsere jungen Tänzer bewältigt“, war Seefeldt trotz des einheitlichen Richterurteils nicht unzufrieden mit dem ersten Auftritt.

„Wir wussten ja nicht, was uns erwarten würde. Dass es schwer werden würde, war uns klar. In der Vorrunde waren alle aufgeregt, aber im kleinen Finale hat das Team einen ordentlichen Durchgang gezeigt“, erhofft sich Seefeldt Samstag mehr Ruhe und eine weitere Steigerung.

„Wir haben die beiden Durchgänge analysiert. Die Präsentation war zu hibbelig, weil alle nervös waren. Dadurch gab es Bildfehler, und die Synchronität hat deutlich gelitten. Das kann das Team wesentlich besser“, berichtet Nicole „Nico“ Rosendahl, die als Architektin in Düsseldorf arbeitet. Seit 1990 tanzt die 38-Jährige selbst in einer Formation. „Tanzen ist einfach meine Leidenschaft“, sagt die gebürtige Wittenerin, die ihrer Leidenschaft fast ihre komplette Freizeit opfert. Vier Mal in der Woche steht sie mit der A-Formation selbst auf dem Parkett, fünf Mal sogar im Vorfeld der WM.

Hinzu kommen drei Trainingseinheiten mit dem B-Team, drei Stunden jeweils in der Woche, vier bis fünf am Wochenende. „So 30, 35 Stunden kommen da schon zusammen, aber oft lege ich beide Trainings hintereinander, dann klappt das schon. Und die wenige Freizeit muss dann halt qualitativ gut sein“, lacht Rosendahl, die erste Erfahrungen als Trainerin bei TTC Philadelphia Krefeld sammelte und zuletzt drei Jahre lang den TSC Moers betreute, der in der Oberliga startet. „Wir haben gut gearbeitet und werden heute entspannter an die Sache herangehen. Vielleicht können wir uns ja noch einmal nach vorne kämpfen.“

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