Tanzsport: Edelmetall soll‘s auch diesmal sein

Von: Helga Raue
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„Wir sind gut vorbereitet, freuen uns sehr auf die WM“, sagt Cheftrainer Oliver Seefeldt stellvertretend für seine Mannschaft, die die Choreographie „Showstars – Rise and Shine“ präsentieren wird. Foto: Jürgen Karl

Aachen. Edelmetall soll auf jeden Fall im Gepäck sein, wenn es am Sonntag mit dem Bus zurück nach Aachen geht. Mit Bronze dekoriert kehrten die Tänzer der FG Tanzsportzentrum Aachen/Düsseldorf im vergangenen Jahr von der Weltmeisterschaft der Lateinformationen – 2013 wie auch 2014 in Bremen – zurück.

Im Mai hatte das FG-Team bei der Europameisterschaft überraschend Weltmeister GGC Bremen sowie Vizeweltmeister Vera Tyumen aus Russland geschlagen und sich die Krone aufgesetzt. Alle erwarten auch Samstag Abend bei der WM wieder ein Duell der drei Top-Teams im Kampf um die Medaillen.

„Als Vorjahresdritter und Europameister wollen wir natürlich angreifen. Wir sind gut vorbereitet, freuen uns sehr auf die WM“, ist Oliver Seefeldt schon sehr gespannt, wie die neue Choreographie bei den internationalen Wertungsrichtern ankommt. Der FG-Cheftrainer hat sich was getraut und eine Choreographie entworfen, die ein echter Hingucker ist. Schon bei der DM, wo die FG-Tänzer Zweite hinter Bremen wurden, war das Publikum begeistert

18 Mannschaften aus zehn Nationen haben sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert, die erneut vom GGC Bremen ausgerichtet wird. Der wusste seinen Heimvorteil bisher stets zu nutzen. Doppelt spannend wird die WM wegen des neuen Wertungssystems, denn die Top-Mannschaften werfen durchaus unterschiedliche Qualitäten in die Waagschale. Und während in Bremen, das tänzerisch besticht, sowie Aachen/Düsseldorf, das eine sehr kreative neue Choreographie präsentiert, lupenreine Amateure tanzen, studieren die Tänzer von Vera Tyumen Tanz.

Apropos Choreographie: Bremen mit „Westside Story“ und Aachen/Düsseldorf mit „Showstars – Rise and Shine“ tanzen ganz neue Choreographien, während Vera Tyumen wohl wie bei der WM 2013 und der EM mit dem bewährten „You“ antritt – das könnte ein Vorteil für die Russen sein. Alles erwartet einen Kampf der großen Drei – anders als bei der Weltmeisterschaft 2013 verzichtet der Vorjahresvierte, Ex-Welt- und -Europameister Litauen.

Doch schon im vergangenen Jahr ließ das zweite russische Team aus Perm mit der Choreographie „School“ aufhorchen. Die jungen Russen tanzten frisch und frech, wenn auch tänzerisch noch deutlich hinter den besten Mannschaften, und wurden mit Platz 5 belohnt. Sechstes Team im Finale war der österreichische Staatsmeister HSV Zwölfaxing, der von der früheren Aachener Trainerin Nicole „Sheila“ Scheel trainiert wird und mit der Choreographie „It‘s a beautiful day“ bei der EM Fünfter wurde.

Die weiteste Anreise haben übrigens nicht die Tänzer aus dem sibirischen Vera Tymen, das Luftlinie nur über 5000 Kilometer entfernt ist, sondern die beiden Formationen aus der Mongolei, die Luftlinie eine Strecke von 6300 Kilometer bewältigen müssen.

Der NDR überträgt übrigens Samstag Abend die Formations-WM ab 23.15 eine Stunde lang live.

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