Aachen - Tanz-EM in Düren: FG Aachen/Düsseldorf will Heimvorteil nutzen

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Tanz-EM in Düren: FG Aachen/Düsseldorf will Heimvorteil nutzen

Von: Helga Raue
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Brennen ein orientalisches Märchen aus 1001 Nacht auf dem Parkett ab: Die Lateinformation der FG Aachen/Düsseldorf will bei der EM angreifen und hofft auf Unterstützung des Publikums. Foto: sport/nph

Aachen. Selbstbewusst, emotional und strahlend schön – man muss kein Prophet sein, um der Lateinformation der FG Tanzsportzentrum Aachen/TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß einen glänzenden Auftritt bei der EM in der Arena Kreis Düren vorherzusagen.

Schon beim zweiten Bundesliga-Turnier Ende Januar begeisterten die 16 Tänzerinnen und Tänzer, weil sie ein Feuerwerk an Emotionen auf dem Parkett zündeten.

Die EM, die vom TSZ Aachen ausgerichtet wird, ist der Schlusspunkt unter einer sehr erfolgreichen Saison. In die man mit dem einen oder anderen Fragezeichen gestartet war. Schließlich hatten Oliver Seefeldt, Bernd Waldschmidt und seit dieser Saison zudem Valentin Lusin sieben neue Tänzer und drei Rückkehrer in das Team, das einen normalen Generationswechsel erlebte, einbauen müssen. „Nach der Vorbereitung war ich guter Dinge, aber man weiß immer erst im Wettkampf, wie so ein Team tickt“, war auch Seefeldt optimistisch, aber gespannt gewesen. Doch das Team zeigte schon eine gute DM, die erneut mit Silber belohnt wurde. „Wir haben den großen Schnitt sehr gut verkraftet.“

Vier Wochen später gab es nach einer weiteren Steigerung sogar WM-Bronze – vor Mit-Favorit Litauen. „Das war international ein weiterer Schritt nach vorne für uns. Diesen Platz wollen wir bei der EM natürlich bestätigen und weiter ausbauen“, erinnert FG-Kapitän Torben Bölk daran, „dass wir Bronze mit einer tollen Leistung und trotz Fehlern gewonnen haben. Hier können wir Punkte wettmachen.“

Nur eine Woche durfte die Formation nach dem Bundesliga-Finale im März pausieren, dann ging es an die EM-Vorbereitung mit zwei Trainingslagern. „Neben dem vier Mal wöchentlichen Training nutzen wir zudem alle jede freie Minute individuell zur Vorbereitung. Jeder hat sich persönliche Ziele gesetzt“, verrät Bölk. Da kann es um Fitness oder eine gesunde Ernährung gehen, jeder Tänzer hat einen individuellen Plan, wie er sich neben dem Formationstraining auf die EM vorbereitet. „So soll jeder persönlich sein Bestes einbringen können.“

Nach den überzeugenden Auftritten in der Liga, in der man wie bei der DM dem Favoriten Bremen Einser-Wertungen abnehmen konnte, muss die FG Aachen/Düsseldorf vor der EM nicht tiefstapeln. „Wir sind bereit zum Angriff, wollen das Bestmögliche aufs Parkett bringen und erhoffen uns dann eine Reaktion der Wertungsrichter“, sagt Bölk selbstbewusst und schiebt dann hinterher: „Wir erhoffen uns viel, möchten die Goldmedaille gewinnen. Und wir wollen und werden unseren Heimvorteil nutzen.“

Die wunderschöne Choreographie „Persia – the new experience“ trifft den Nerv der Zuschauer mit mitreißender orientalisch angehauchter Musik und viel Tempo. „Aachens Choreographie gefällt mir sehr gut, auch weil sie so anders ist als die der anderen Formationen“, ist auch Aachens frühere Trainerin Petra Heiduk angetan. „Diese Choreographie kann man nicht wie bei anderen Teams in eine Schablone pressen, die ist schon ziemlich einzigartig.“

Die FG-Formation ist in den vergangenen Monaten selbstbewusster geworden, die gute Saison hat sie weiter geformt. „Die Heim-EM ist sehr wichtig für uns. Ja, sie ist eine einmalige Chance für uns, vor unseren Fans etwas Großartiges zu leisten. Das muss jedem Tänzer bewusst sein“, verdeutlicht Seefeldt.

2011 hatte seine Formation EM-Bronze in Russland gewonnen. Und 2013 in Litauen trotz der Majorität der dritten Plätze wie ein Jahr zuvor in Wien knapp nur Rang 4 belegt. In Düren soll das harte Training nun erneut mit einer Medaille belohnt werden.

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