Standards auf dem Stundenplan: „Wir müssen uns stärker wehren“

Von: pa
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Aachen. Der Bus der Unzufriedenen kam gegen Mitternacht nach Aachen zurück. 2:0 hatten die Alemannen in Essen verloren. Die Mannschaft verließ das Ruhrgebiet mit dem Gefühl, das mehr möglich gewesen wäre. Essen war an diesem Abend keine Übermannschaft, sie bot genügend Räume an, die Aachener nutzen sie nur unzureichend.

„Die Spieler sind unzufrieden, weil sie nicht ihr Leistungsoptimum abgerufen haben“, fasste Trainer Peter Schubert den Ausflug zusammen.

Die Rot-Weißen waren an diesem Abend weitgehend die aggressivere, die robustere Mannschaft, die im erstaunlich nachsichtigen Schiedsrichter einen zuverlässigen Begleiter hatte. „Einige Spieler müssen noch den Schritt vom Nachwuchs- in den Herrenfußball schaffen. Essen war uns in diesem Punkt voraus.“

Etwas grün war die Mannschaft, der eine oder andere wirkte durchaus beeindruckt von der lautstarken Kulisse. Für Schubert gehören solche Erfahrungen zum erwarteten Lernprozess. „Andere dagegen wie Michael Lejan beflügelt eine solche Atmosphäre“, beobachtete der Trainer. Der Kapitän kassierte nicht zufällig die einzige Gelbe Karte für die Aachener. „Wir müssen uns stärker wehren, der Respekt vor der Kulisse war ein bisschen zu groß“, fand der Belgier.

Immerhin gab sich die Mannschaft nicht auf, die Taktik wurde immer offensiver, die Gäste ließen nicht mehr viel zu, kamen dem Anschlusstreffer allerdings auch nicht sonderlich nahe. „Abhaken und weitermachen“, schlug Lejan noch am Spielort vor.

Das Verteidigen bei Standardsituationen wird auch in dieser Woche auf dem Zettel stehen, zu anfällig sind die Schwarz-Gelben bislang in dieser Disziplin unterwegs. Bislang setzt das Team auf eine Mischung von Raum- und Manndeckung – mit überschaubarem Erfolg. „Wir bekommen das hin“, bleibt Schubert zuversichtlich.

Seine beiden Innenverteidiger erreichten humpelnd den Bus, die Verletzungen von Kris Thackray (Fersenbeinstauchung) und Tim Lünenbach (Knöchel) sind möglicherweise nicht so gravierend, dass ein Einsatz gegen Meister Lotte am Samstag ausgeschlossen ist.

Und vielleicht ist dann auch Peter Hackenberg spielberechtigt. Alemannia hat Widerspruch gegen seine (drei Wochen) und die Sperre von Krasniqi (vier Wochen eingelegt), die Mitte der Woche vor der Spruchkammer verhandelt werden. „Ich kenne keine Liga, in der es für eine Notbremse mehr als zwei Spiele gibt“, wundert sich Schubert über den Strafenkatalog in der Regionalliga. Der 47-Jährige hofft dennoch, die beiden „Ersttäter“ am Samstag wieder einsetzen zu dürfen.

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