Aachen - Stabhochspringer setzen ein luftiges Ausrufezeichen

WirHier Freisteller

Stabhochspringer setzen ein luftiges Ausrufezeichen

Von: Roman Sobierajkski
Letzte Aktualisierung:
dom-fotto02
Faszination Stabhochsprung, Faszination Katschhof: Am Mittwoch schrauben sich zwölf Top-Athleten in Aachen zwischen Dom und Rathaus wieder vor 5000 Zuschauern in die Luft. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Für das optische Schmankerl kommt die fünfte Auflage des Aachener Domspringens ein paar Monate zu spät: Vize-Weltmeister Romain Mesnil lief nur mit seinem Hochsprungstab „bekleidet” durch die Straßen von Paris und trug seine nackte Haut zu Markte, um darauf aufmerksam zu machen, dass er dringend die Unterstützung eines Sponsors braucht.

Mesnil hatte über eine Internet-Auktion Erfolg mit seinem besten Stück und konnte in Berlin an den Start gehen.

Apropos Berlin: Rein sportlich betrachtet kommt der Publikums-Magnet auf dem Katschhof dagegen natürlich genau zum richtigen Zeitpunkt. So kurz nach den Weltmeisterschaften haben die zwölf Starter - sieben davon traten auch bei der WM an - natürlich genau die richtige körperliche Verfassung, um die Vorstellungen von Michael Leers, Abteilungsleiter Leichtathletik bei Alemannia Aachen, Wirklichkeit werden zu lassen: „Wir wollen den Meeting-Rekord knacken und werden extra so in den Wettbewerb einsteigen, dass hinten eine fünf steht”, legt Leers die Latte hoch.

Rens Bloms Nachfolger

Viermal reichten 5,70 Meter (Jeff Hartwig, Björn Otto und Tim Lobinger), um als Sieger vom Katschhof zu gehen, die übersprungenen 5,72 Meter von Toby Stevenson aus dem Jahre 2006 gilt es immer noch zu überbieten. Eine Höhe, die für das niederländische Stabhochsprung-Talent Wout van Wengerden vielleicht noch nicht unbedingt in Reichweite liegt, die der 22-jährige Nachfolger von Rens Blom aber dafür bei seinem Debüt mit umso mehr Enthusiasmus und Begeisterung angehen will. „Vier Mal bin ich in Aachen als Zuschauer dabei gewesen”, erzählt der niederländische Vize-Meister von AV Unitas Sittard, der auf so etwas wie ein „Heimspiel” hofft. „Zuschauen ist cool, aber Mitspringen ist um einiges besser.”

Mit anderen Voraussetzungen dürfte das Großteil der deutschen Athleten am Mittwoch ab 17.30 Uhr in Aachen an den Start gehen. „Alex Straub hat noch einiges gutzumachen”, schätzt Michael Leers nach dem verpatzten Auftritt bei den Weltmeisterschaften ein. Übersprungene 5,65 Meter reichten im Finale nur zum siebten Rang. Auch Malte Mohr war sicherlich mit anderen Erwartungen als überquerten 5,50 Metern nach Berlin gereist. Für Danny Ecker war die komplette Saison verhagelt, und der 32-Jährige hat in Aachen eine der letzten Chancen des Wettkampf-Jahres, noch einmal ein luftiges Ausrufezeichen in den Aachener Himmel zu setzen.

Das wird auch von Tim Lobinger zu erwarten sein - so oder so. Der Auftaktsieger des Domspringens, der noch bis zu den Olympischen Spielen in London in drei Jahren weitermachen will, feiert nach dem Wettkampf in Aachen in seinen 37. Geburtstag hinein. Wer die Stabhochspringer kennt, der weiß, dass die Himmelsstürmer immer Höchstleistungen bringen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert