Sieg gegen Potsdam: „Ladies“ feiern Party nach schlechtem Start

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„Wir können noch viel mehr“, sagte Femke Stoltenborg (Archivbild) nach dem 3:1-Sieg über Potsdam in der Volleyball-Bundesliga. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Es war der letzte große gemeinsame Auftritt der „Ladies in Black“ für einige Wochen: Gleich fünf Spielerinnen und Trainer Marek Rojko verbringen die Zeit zwischen den Jahren bei ihren jeweiligen Nationalmannschaften. Davor hatte der Ligaspielplan allerdings noch das letzte Spiel des Jahres in der Volleyball-Bundesliga beim SC Potsdam gesetzt.

Eine Pflichtaufgabe, der sich die Aachenerinnen zur drei Vierteln mit Bravour entledigten, denn die „Ladies“ gingen nach schlechtem ersten Satz mit 3:1 (17:25, 25:21, 25:19, 25:15) als Siegerinnen vom Platz.

„Das war als Trainer die schwierigste Woche für mich. Wir mussten viel reden, um das 0:3 gegen Suhl zu verarbeiten. Und im ersten Satz hatte die Spielerinnen diese Niederlage noch im Kopf“, meinte Aachens Trainer.

Optimistischer ging Zuspielerin Femke Stoltenborg das Projekt an, das im Durchgang üble Befürchtungen hochkommen ließ: Fehler in der Aachener Annahme und kaum konsequent durchgespielte Angriffe, ließen den Satz einseitiger verlaufen, als es das reine Ergebnis hergibt. „Aber das Gefühl war in der Mannschaft da, es geht noch was. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und gesagt, kommt, lasst uns eine Party machen“, meinte die 22-jährige Niederländerin auf der Zuspielposition in der Wechselpause.

Die „Party“ ging dann tatsächlich los im zweiten Satz, die entsprechend gute Laune dürfte sich bei den Gastgeberinnen vor 1058 Zuschauern allerdings in Grenzen gehalten haben. Die Annahmequalität wurde deutlich besser, und Stoltenborg konnte mit variantenreichen Zuspiel die Angreiferinnen in Szene setzen, wenn sie mit dem „Bauerntrick“ nicht direkt selbst für die Punkte sorgte. „Wir haben gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind“, war die niederländische Nationalspielerin mit dem Vortrag mehr als zufrieden. „Und ich glaube, wir können noch viel mehr.“

Der „Glaube“ setzte dann Mitte des dritten Satzes auch beim Aachener Trainer ein, nachdem im zweiten der Satzausgleich gelungen war. „An der Stelle habe ich gedacht, dass wir die drei Punkte mitnehmen können.“

Erleichtert wird dieser Glaube durch die Tatsache, dass Rojko mit Ron Ponte auf eine zweite, gleichwertige Zuspielerin zurückgreifen kann, sobald sich der Gegner zu sehr auf das Stoltenborg-Spiel einstellen konnte. Aachen führte mit bequemem Zehn-Punkte-Vorsprung im vierten Satz, kam noch einmal auf vier Punkte ran – und musste am Ende doch mit 15:25 klein beigeben. (rom)

Aachen: Stoltenborg (Ponte), Weihenmaier, Belien, Scott (Salomäki), Bednarova, Crkonova, Valachova

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