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„Schritt nach vorne gemacht”

Von: Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:
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Aachens schwedischer Doppelblock Matilda Wikander (rechts) und Anna Rönnbäck kann den Punktgewinn durch Schwerins Sylvia Roll (links) nicht verhindern. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Am Ende des Tages konnte Stefan Falter doch noch ein positives Fazit ziehen: „Wir haben den ersten Schritt nach vorne gemacht”, zeigte sich der 44-Jährige angesichts der Vorstellung seiner Bundesliga-Volleyballerinnen zufrieden.

Zwar hatte Alemannia Aachen gegen den Deutschen Meister Schweriner SC eine 0:3-Niederlage (19:25, 18:25, 18:25) kassiert, doch über weite Strecken hatten die „Ladies in Black” mit der angriffsstärksten Mannschaft der Liga mithalten können.

Für die erkrankte Mareike Hindriksen spielte Matilda Wikander als Zuspielerin die komplette Begegnung durch - und zeigte eine ihrer besten Leistungen im Trikot von Alemannia Aachen. „Matilda hat gut das Tempo auf Esther Stahl gefunden”, lobte Falter.

Im ersten Durchgang waren die Aachenerinnen nach einem Sechs-Punkte-Rückstand noch einmal bis auf zwei Punkte herangekommen, und auch beim Stand von 20:18 für die Gäste war der Satz noch nicht entschieden. Doch dann trat Nationalspielerin Denise Hanke zum Aufschlag an und beeindruckte Gegner und Publikum mit ihren fulminanten Linkshänder-Sprungaufschlägen.

Die in der vergangenen Saison zur besten Zuspielerin und besten Aufschlägerin gewählte 20-Jährige brachte vier Angaben durch, ehe die Alemannia zum 19:24 noch einmal ein kleines Zeichen setzen konnte.

„Wenn die Schweriner einmal einen Lauf haben, dann kann man in dieser Zwei-Klassen-Liga wenig dagegen ausrichten”, meinte Falter. „Aber Kampf und Einsatzbereitschaft haben gestimmt.”

Im zweiten Durchgang ging Schwerin zwischenzeitlich mit neun Punkten in Führung, auch wenn die Fehlerquote auf beiden Seiten des Netzes deutlich zugenommen hatte, führte bereits mit 21:13, doch Alemannia sammelte trotzdem noch 18 Punkte ein.

Nach der Satzpause kam Aachen deutlich besser ins Spiel und ging zwischenzeitlich sogar mit 4:2 in Führung. Eine erneute Aufschlagserie von Denise Hanke brachte Schwerin dann zwar wieder mit 9:6 in Führung, doch ein starker Angriff von Esther Stahl und zwei Asse von Anika Brinkmann brachten Aachen bis auf 14:15 heran.

Schwerins Trainer Tore Aleksandersen brachte mit einem Doppelwechsel mal eben insgesamt „3,86-Meter-Spielerin” aufs Feld, und der verschlagene Diagonalangriff von Anik Brinkmann bedeutete das Ende der Partie.

Der nachträgliche Wunsch von Kapitän Alexandra Preiß „Ich hätte lieber einen Satz gewonnen, als Spielerin des Tages zu werden” ging dann auch an einem Karnevalssamstag nicht in Erfüllung.

Kritik an seiner Mannschaft wollte Stefan Falter nach 0:6 Punkten und 0:9 Sätzen innerhalb einer Woche allerdings nicht üben. „Ich muss dann den Druck von meinen Spielerinnen wegnehmen und sagen, es war eine Trainerentscheidung”, beschreibt der 44-Jährige seine „Nach-Spiel-Philosophie”. „Aber im Training wird es natürlich zur Sache gehen.”

Die Mannschaft bekommt nun zunächst eine Woche Urlaub, durch den Rückzug von Bayer Leverkusen, das Pokalfinale und ein spielfreies Wochenende der Alemannia steht die nächste Begegnung erst am 13. März an. „Wir haben dann drei Wochen Zeit, uns auf den USC Münster vorzubereiten. Und das ist ein Gegner, bei dem man auf sich selbst und sein eigenes Spiel schauen kann”, erhofft sich Falter Zählbares.

Alem. Aachen: Speer, Maurer, Stahl, Rönnbäck, Wikander, Preiß, Schräder, Liliom, Brinkmann, Poll, Feldmann
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