Sascha Klein: Psychotrick wirkt nicht wirklich

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Springt solide gut, aber nicht überragend: Der Aachener Sascha Klein will nun am Freitag im Synchronspringen angreifen. Foto: dpa

Rom. Auch der Griff in die psychologische Trickkiste brachte kein zum Erfolgserlebnis. Bundestrainer Lutz Buschkow hatte dem Aachener Sascha Klein das Einspringen vor dem Finale verboten. „Anke Piper ist so einmal Europameisterin geworden. Sascha hat sich im Halbfinale sehr schön eingesprungen, ich wollte einfach mal was ändern vor dem Finale. Wir haben da etwas gepokert”, erklärte der DSV-Sportdirektor für den Leistungssport.

Doch Hoffnungsträger Klein belegte am Dienstag bei der Weltmeisterschaft in Rom im Turmspringen „nur” Platz 7. Zuvor hatte Katja Dieckow (Halle/Saale) als Zwölfte vom Drei-Meter-Brett beim überlegenen Erfolg von Olympiasiegerin Guo Jingjing (China) enttäuscht.

„Ich hatte mir mehr vorgenommen”, sagte Klein. Gegen die Eleganz des erst 15 Jahre alten Siegers Thomas Daley war er chancenlos - der britische Teenager ist der bisher jüngste Titelträger vom Turm. Bis auf seinen letzten Sprung zeigte Klein immer wieder leichte Schwächen in der Eintauchphase. In dem hochklassigen Feld war er damit ohne Medaillenchance.

„Mein Körper war zu verkrampft, nervös war ich nicht. Aber ich werde im Training noch mehr Gas geben”, sagte Klein, der für das schwierigste, aber eben auch nicht fehlerfreie Programm 478,90 Punkte erhielt. Daley fing durch einen fabelhaften Schlusssprung mit 539,55 Punkten die Chinesen Qui Bo (532,20) und Zhou Luxin (530,55) noch ab.

Katja Dieckow verpasste ihr selbstgestecktes Ziel, unter die besten Sieben zu springen und damit ihre WM-Platzierung von 2007 wiederholen. „Das war nicht so dolle heute. Ich bin insgesamt nicht so in den Wettkampf gekommen”, sagte die EM-Dritte Katja Dieckow. Zu allem Überfluss touchierte sie bei ihrem letzten Sprung mit den Füßen das Brett und fiel so auf den letzten Final-Platz zurück.

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