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Rennen „Rund um Dom und Rathaus“: Sieg für Schmitt

Von: Lukas Weinberger
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Im vierten Anlauf hat es endlich geklappt: Der Bonner Alex Schmitt (links) jubelt, als er auf dem Aachener Marktplatz als Erster die Ziellinie vor Ron Pfeifer passiert. Foto: Martin Ratajczak
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Freut sich über den Erfolg auf seinem „Lieblings-Rundkursrennen“: Alex Schmitt (Mitte) siegt vor Ron Pfeifer (links) und Michael Schweizer.

Aachen. Fast die Hälfte des Rennens hatten sie gemeinsame Sache gemacht, die Radfahrer Alex Schmitt und Ron Pfeifer. Die entscheidende Attacke hatten sie zusammen gestartet, den komfortablen Vorsprung im Verbund herausgefahren. Auf der Zielgeraden war jegliche „Freundschaft“ aber vergessen, Schmitt und Pfeifer wurden zu Kontrahenten.

Kein Wunder, schließlich ging’s um den Sieg bei der 38. Auflage von Aachens traditionsreichem Radrennen „Rund um Dom und Rathaus“.

Der Bonner Alex Schmitt (Nutrixxion Abus) fuhr den Zielsprint von vorne an, legte Meter zwischen sich und Ron Pfeifer (Team Quantec-Indeland) – und durfte nach 1:58,05 Stunden die Arme direkt vor dem Aachener Rathaus in die Höhe reißen und Platz 1 im Elite-Rennen bejubeln. „Endlich habe ich hier gewonnen“, frohlockte der strahlende Sieger, nachdem er ein überdimensionales Bierglas, Blumen, Schärpe und natürlich den begehrten „Pavai“-Siegerpokal überreicht bekommen hatte.

Zum vierten Mal war Schmitt in Aachen gestartet, das Rennen lasse ihn einfach nicht los. „,Rund um Dom und Rathaus‘ ist mein absolutes Lieblings-Rundkursrennen.“ Aber auch Pfeifer war alles andere als unglücklich: „Ich war zum ersten Mal hier, da ist ein zweiter Platz ein schöner Erfolg“, erklärte der Fahrer des Stolberger Kontinental-Teams. „Das war ein tolles Rennen.“

Was „Rund um Dom und Rathaus“ so besonders macht, war im Eliterennen schon in den ersten der insgesamt 72 einen Kilometer langen Runden zu sehen: Ein enorm hohes Tempo, viele Ausreißversuche, zahlreiche Führungswechsel – und das auf einem Kurs, der zu 90 Prozent aus Kopfsteinpflaster-Passagen besteht. Blasen an den Händen, durchgeschüttelte Knochen und Defekte sind da an der Tagesordnung.

Dennoch hatten Schmitt und Pfeifer etwa zur Halbzeit die Körner, um zur entscheidenden Attacke zu blasen und den Vorsprung bis ins Ziel zu verteidigen. Daran änderte auch der beherzte Angriff von Marcel Schweizer (Team NSP-Ghost) nichts. Der Vorjahreszweite hatte sich 20 Runden vor Schluss ein Herz genommen, versuchte, ganz allein die Lücke zu schließen. Zum Spitzenduo konnte der Aachener zwar nicht mehr aufschließen, wurde aber mit Platz 3 und der Auszeichnung als kämpferischster Fahrer belohnt – und konnte sich sehr darüber freuen: „Ich bin einfach stolz, wieder auf dem Treppchen zu stehen“, erklärte der Lokalmatador. Vierter wurde der Stolberger Marcel Meisen (BKCP-Powerplus).

Und Schweizer war nicht der einzige Aachener, der am Ende zufrieden dreinblicken durfte. Auch Guido Diefenthal, Vorsitzender des veranstaltenden RC Zugvogel 09, konnte ein positives Fazit ziehen: Spannende Rennen, ein fast reibungsloser Ablauf und erneut rund 6000 Zuschauer an der Rennstrecke. „Dass die Fahrer vom Rennen schwärmen, macht uns natürlich besonders stolz“, freute sich Diefenthal. Einige Stürze gab’s, schwerer verletzt hat sich aber kein Fahrer. Einzig kurz vor Ende des Elite-Rennens war Hektik aufgekommen, weil ein Rettungswagen die Strecke queren musste. Das Rennen drohte abgebrochen zu werden, dann konnte es aber doch weitergehen.

Der dritte glückliche Aachener hatte sich schon rund zwei Stunden vorher feiern lassen: Zugvogel-Fahrer Mario Lisok sprintete im Rennen der C-Fahrer auf den dritten Platz. Über 60 Runden auf dem selektiven Stadtkurs war das Feld früh arg zerrupft, viele kleine Grüppchen waren unterwegs. Nur ganz vorne drehte einer ganz unbeirrt seine Runden: Jörg Gehlsdorf (RSV Nassovia Limburg) gewann das Rennen in 1:35,20 Stunden souverän vor Marco Müller-Sciacca (Radsport Team Köln).

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