Mönchengladbach - Pléa kommt, Vestergaard geht, Elvedi rückt ein: Borussen mit Doppeltransfer

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Pléa kommt, Vestergaard geht, Elvedi rückt ein: Borussen mit Doppeltransfer

Von: Bernd Schneiders
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Soll Gladbachs Offensive beleben: Alassane Pléa. Foto: imago/Panoramic

Mönchengladbach. Das Mönchengladbacher Geschäftsmodell bewährt sich: verkaufen, um dann investieren zu können und damit besser zu werden. In Kürze wird Max Eberl, Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten, seinen nächsten Coup vermelden können, einen Doppel-Pack quasi.

Alassane Pléa, Stürmer von OGC Nizza, wird kommen – Jannik Vestergaard, dänischer Innenverteidiger, wird Borussia (im finanziellen Gegenzug) Richtung Premier-League-Klub FC Southampton verlassen. Beide Transfers besitzen ein Volumen von etwas mehr als 20 Millionen Euro und dürften sich in etwa egalisieren.

Rein sportlich versprechen sich die Gladbacher Verantwortlichen einen Mehrwert von dieser Transaktion: Das Team von Dieter Hecking benötigt einen offensiven Input. Das ist die Erfahrung der abgelaufenen Spielzeit, in der Borussia die Gunst der Stunde nicht nutzen konnte, sich für einen europäischen Wettbewerb zu qualifizieren, auch weil die Abteilung Attacke nicht durchschlagskräftig genug war.

Der 25-jährige Pléa bringt Dynamik, Gradlinigkeit und Torgefahr mit – Attribute, die bei anderen Gladbacher Angreifern nicht vorhanden oder verkümmert sind.

Vestergaard wird Borussia mit seinen 1,99 Metern in der Abwehrzentrale fehlen. Doch auch hier hat Eberl bereits vorgesorgt. Der Manager hat mit Michael Lang einen Schweizer Rechtsverteidiger geholt, dem er zutraut, die Außenposition in der Abwehrkette von seinem Landsmann Nico Elvedi nicht nur zu übernehmen, sondern qua Routine und Persönlichkeit noch besser auszufüllen. Elvedi rückt dafür nach innen, wie Eberl bereits zum Trainingsauftakt verkündete.

Dort bringt der 21-Jährige zwar weniger Kopfballstärke mit als sein „Vorspieler“, aber Elvedi ist schneller als der Däne. Das wiederum könnte ein Plus bei einer modifizierten Spielweise sein: Wenn Hecking wirklich seine Mannschaft den Gegner früher attackieren lassen will, muss auch die Abwehr mit aufrücken. Fürs so größer werdende Hinterland wäre Elvedi der geeignetere Verteidiger, der bei einem Konter den gegnerischen Stürmer stoppen oder gar ablaufen könnte. Vorne aber bringt der Pléa-Transfer Eberl erneut in Zug- bzw. Transferzwang: Der kopfballstarke Strafraumspieler ist der Franzose nämlich nicht.

 

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