„Ladies in black“ beziehen gegen Potsdam die nächste 0:3-Klatsche

Von: Max Eckstein
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Auch Karolina Bednarovas (Nr. 13) Blick ist eher skeptisch, als die Potsdamerin Nikol Sajdova zum Schmetterball ausholt. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Es gibt in allen Lebenslagen immer wieder Rechnungen, die nicht aufgehen. So scheint es auch Alemannia Aachens Bundesliga-Volleyballerinnen zu gehen. Schon in Hamburg war der einkalkulierte Sieg nicht gelungen. Und am Mittwoch ging Teil 2 der Klassenerhaltsplanung daneben. Vor 687 Zuschauern unterlag der Tabellenvorletzte dem SC Potsdam mit 0:3 (19:25, 19:25, 14:25).

Die Enttäuschung darüber war auch Stefan Falter deutlich anzumerken. „Wir haben vor allem in der Annahme nicht die Sicherheit gehabt, die einfach nötig ist, um einen solchen Gegner zu bezwingen“, erklärte der Coach. „Dennoch geben wir nicht auf.“ Allerdings gab es noch einen weiteren „Tiefschlag“, da der einzige Konkurrent aus Suhl in Köpenick mit 3:1 gewann und seinen Vorsprung auf acht Punkte ausbaute.

Der erste Satz begann, wie viele es erwartet hatten. Die Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, so dass keine klare Führung heraussprang. Aachen lag ständig leicht vorne, woran sich bis zum 8:8 nichts änderte. Als Potsdam mit einer Aufschlagserie von Kathy Radzuweit aus einem 10:11-Rückstand das vorentscheidende 15:11 machte, bahnte sich der Satzverlust schon an. Von diesem Vorsprung zehrte das Team aus Brandenburgs Landeshauptstadt und legte in der Schlussphase des Abschnitts sogar noch zu.

Missratene Aufschläge

Im zweiten Durchgang merkte man den Aachenerinnen dann doch an, dass der Druck des Gewinnenmüssens bleischwer auf den Schultern der „ladies in black“ lastete. So gerieten sie schnell mit 3:8 ins Hintertreffen. Symptomatisch für das strapazierte Nervenkostüm war, dass erschreckend viele Aufschläge im Netz landeten und man somit gegen den SC, ein Jahr später als die Alemannia aufgestiegen, eine der eigenen Stärken nicht zum Tragen brachte. Einen Vorwurf konnte man den Gastgeberinnen aber nicht machen – dass sie sich aufgegeben hätten. In Zahlen schlug sich das auch nieder - beim 13:14 war man wieder dran. Nachdem Potsdam mit drei Punkten in Folge erneut davongezogen war, ging es vergleichsweise schnell, was erst recht der Fall war, als aus dem 17:19 ein 17:24 wurde. Zwei Satzbälle wehrten die Alemanninnen noch ab, bevor sie doch machtlos waren.

Auch die zehnminütige „Denkpause“ führte nicht dazu, dass Aachen Spiel und Gegner in den Griff bekam. Potsdams Trainer Alberto Salomoni hatte seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben, konsequent ihre Vorteile im Angriff einzubringen. Zudem wurde deutlich, dass die Gäste einfach lockerer agierten, weil sie sich als Tabellenneunter keine Sorgen um den Klassenerhalt machen müssen. Die Gastgeberinnen hingegen wurden immer fahriger und lagen bei der ersten technischen Auszeit sogar mit 2:8 hinten. Der SC zog auf 14:4 und 16:6 davon, so dass die Hoffnungen auf eine Wende immer weiter sanken. Drei aufeinander folgende Punkte schönten die Bilanz zwar etwas, irritierten die Gäste aber keineswegs. Sie zogen ihr Spiel durch und holten sich beim 21:9 ihre bis dahin deutlichste Führung.

Aachen: Biranowska (Libera), Bland, Wicks, Borowikow, Muijlwijk, Bednarova, Kovacic; eingewechselt: Weihenmaier

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